Bund will Augsburger Uniklinik-Neubau doch noch erhalten
Bund will Augsburger Uniklinik-Neubau erhalten

Der Bund will sich offenbar doch noch für den Erhalt des geplanten Neubaus des Augsburger Uniklinikums einsetzen. Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, das Projekt finanziell zu unterstützen. Damit könnte der seit Jahren geplante Neubau doch noch realisiert werden, obwohl zuletzt Zweifel an der Finanzierung aufgekommen waren.

Finanzielle Unterstützung aus Berlin

Wie das Ministerium mitteilte, sollen Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds bereitgestellt werden. Konkret geht es um eine Summe von bis zu 250 Millionen Euro, die für den Neubau des Universitätsklinikums Augsburg verwendet werden sollen. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums auf Anfrage. „Der Bund erkennt die Bedeutung des Uniklinikums für die Region an und will einen Beitrag zur Sicherung der Kliniklandschaft leisten“, so der Sprecher.

Der Neubau des Uniklinikums ist seit Jahren ein zentrales Projekt in Augsburg. Geplant ist ein moderner Klinikkomplex auf dem Gelände des bestehenden Klinikums, der die veralteten Gebäude ersetzen soll. Die Gesamtkosten werden auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Bislang war unklar, wie die Finanzierung gesichert werden kann, da der Freistaat Bayern und die Stadt Augsburg sich nicht allein in der Lage sahen, die Summe aufzubringen.

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Rettung des Klinikparks

Mit der Zusage aus Berlin könnte der Klinikpark, wie das Gelände des Uniklinikums auch genannt wird, doch noch erhalten und modernisiert werden. Der Klinikpark ist nicht nur für die medizinische Versorgung der Region wichtig, sondern auch ein bedeutender Arbeitgeber. Rund 5.000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Ein Neubau würde langfristig die Arbeitsplätze sichern und die Attraktivität des Standorts erhöhen.

Der Augsburger Oberbürgermeister begrüßte die Ankündigung aus Berlin. „Das ist ein starkes Signal für Augsburg und die gesamte Region. Wir danken dem Bund für die Unterstützung“, sagte er in einer ersten Reaktion. Auch der bayerische Gesundheitsminister zeigte sich erfreut und sprach von einem „Durchbruch“ für das Projekt.

Weitere Schritte

Nun müssen die Details der Finanzierung ausgearbeitet werden. Geplant ist, dass der Bund einen Teil der Kosten übernimmt, während der Freistaat und die Stadt Augsburg die restlichen Mittel aufbringen. Die Stadt Augsburg hat bereits signalisiert, ihren Anteil von 100 Millionen Euro bereitzustellen. Der Freistaat Bayern will sich mit 300 Millionen Euro beteiligen.

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Jahr 2026 beginnen und könnten bis 2032 abgeschlossen sein. Der Neubau soll Platz für rund 1.200 Betten bieten und modernste Medizintechnik beherbergen. Zudem sind Erweiterungen in den Bereichen Forschung und Lehre geplant, da das Uniklinikum auch als Universitätsklinik fungiert.

Die Entscheidung aus Berlin ist auch ein Signal für andere Klinikprojekte in Deutschland. Der Krankenhausstrukturfonds, aus dem die Mittel stammen sollen, wurde eingerichtet, um Kliniken in strukturschwachen Regionen zu unterstützen. Mit der Förderung des Augsburger Projekts zeigt der Bund, dass er bereit ist, auch große Bauvorhaben zu unterstützen.

Bis zum Baubeginn müssen noch verschiedene Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Der Stadtrat von Augsburg hat bereits grünes Licht für die Planungen gegeben. Auch der Freistaat Bayern steht hinter dem Projekt. Damit steht einer Realisierung aus heutiger Sicht nichts mehr im Wege.

Die Ankündigung aus Berlin wurde in Augsburg mit Erleichterung aufgenommen. Viele hatten befürchtet, dass der Neubau wegen der Finanzierungslücke scheitern könnte. Nun ist die Zukunft des Klinikparks gesichert. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie das Projekt umgesetzt wird und welche Auswirkungen es auf die Gesundheitsversorgung in der Region haben wird.

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