Hitzewelle in Hessen: Tipps zur Abkühlung und kühle Orte
Hitzewelle in Hessen: Tipps zur Abkühlung

Hessen erlebt in den kommenden Tagen eine erneute Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bereits am heutigen Dienstag Höchsttemperaturen zwischen 28 und 32 Grad. Ab Mittwoch steigen die Werte drastisch an: Voraussichtlich 34 bis 37 Grad werden erreicht, am Donnerstag sind lokal sogar bis zu 39 Grad möglich. Für viele Menschen, besonders ältere oder kranke Personen, wird die Hitze zur Belastung. Schnelle Abkühlung ist gefragt – sei es in den eigenen vier Wänden oder unterwegs. Öffentliche Einrichtungen und spezielle Angebote helfen, die heißen Tage zu überstehen.

Klimatisierte Zufluchtsorte in den Städten

Einige hessische Städte haben spezielle Räume für heiße Tage eingerichtet. In Wiesbaden etwa öffnet die Stadt im Rathaus den klimatisierten Raum 22, sobald Temperaturen von mindestens 30 Grad vorhergesagt sind. Dort finden Besucher Sitzgelegenheiten und kostenloses Trinkwasser. Offenbach reagiert erst bei der Hitzewarnstufe 2, die erreicht wird, wenn die gefühlte Temperatur über 38 Grad liegt. Dann sind die Sporthalle der Gewerblich-Technischen Schule, der Aufenthaltsraum der GBM und der Seniorentreff Else-Herrmann-Saal bis in den Abend geöffnet. Auch andere Städte wie Frankfurt, Darmstadt oder Kassel prüfen ähnliche Maßnahmen. Wer sich unsicher ist, sollte die städtische Website oder das Bürgertelefon kontaktieren.

Kühle Orte: Museen, Kirchen und Eissporthallen

Neben den städtischen Angeboten eignen sich viele öffentliche Gebäude als Abkühlungsorte. Museen sind oft klimatisiert und bieten ermäßigten oder kostenlosen Eintritt. In Frankfurt etwa haben Kinder und Jugendliche unter 18, Auszubildende und Studierende bestimmter Hochschulen freien Eintritt in die städtischen Museen. In Fulda ist der Eintritt ins Vonderau Museum für alle unter 25 Jahren kostenlos. Kirchen sind ebenfalls ideale Rückzugsorte: Alte Gemäuer mit dicken Mauern halten die Temperatur oft 10 bis 20 Grad unter der Außentemperatur, wie die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck betont. Eine besonders kühle Alternative bietet die Eissporthalle in Willingen (Nordhessen), die ganzjährig geöffnet ist. Unter der Woche können Besucher von 16.30 bis 18.30 Uhr Eislaufen – eine erfrischende Sporteinheit bei eisigen Temperaturen.

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Digitale Helfer für die Hitzeplanung

Immer mehr Städte in Hessen veröffentlichen digitale Karten, auf denen kühle Orte verzeichnet sind. Kassel zeigt etwa Kirchen, Museen, Kinos, Bibliotheken und Einkaufszentren, die als Abkühlung dienen. Ähnliche Angebote gibt es für Wiesbaden, Frankfurt, Gießen oder den Wetteraukreis. Auch das Hessische Landesamt für Naturschutz (HLNUG) stellt den „Hitzeviewer Hessen“ online zur Verfügung. Das Tool basiert auf Satellitendaten und zeigt, welche Flächen sich stark aufheizen – versiegelte Gewerbezonen etwa – und welche kühler bleiben, wie Parks, Wasserflächen oder grüne Wohnviertel. So können Bürger bereits vorab die kühlsten Wege planen oder schattige Plätze finden. Zusätzlich empfehlen Experten, viel zu trinken, leichte Kleidung zu tragen und körperliche Anstrengungen in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Wer die Hitze als gesundheitliche Bedrohung spürt, sollte unbedingt eines der genannten Angebote nutzen oder ärztlichen Rat einholen. Die nächsten Tage bleiben heiß – Vorbereitung ist alles.

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