Geschäftszahlen-Newsblog: SocGen, Sanofi, BMW und mehr im Überblick
Geschäftszahlen: SocGen, Sanofi, BMW und mehr

Sanofi hat dank starkem Dupixent-Absatz die Umsatzprognose für 2026 auf ein währungsbereinigtes Plus von rund zehn Prozent angehoben, nach zuvor hohem einstelligen Bereich. Der operative Gewinn soll weiterhin überproportional steigen. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 11,60 Milliarden Euro, währungsbereinigt plus fast 18 Prozent. Allein Dupixent erzielte 5,15 Milliarden Euro, ein Plus von 37,6 Prozent. Der operative Gewinn stieg um 33,7 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro und übertraf die Analystenerwartungen von 2,96 Milliarden Euro deutlich.

Adidas profitiert von Fußball-WM

Adidas erwartet nach der Fußball-WM in Nordamerika ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent für 2026, nach zuvor bis zu neun Prozent. Nach sechs Monaten steht ein Plus von 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro (währungsbereinigt). Der operative Gewinn bleibt bei rund 2,3 Milliarden Euro, mögliche Zollerstattungen aus den USA von 250 bis 300 Millionen Dollar sind nicht eingerechnet. Im zweiten Quartal seien bereits erste Erstattungen eingegangen, teilte Adidas mit. Im ersten Halbjahr stieg das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge auf 9,6 Prozent.

Kion mit deutlichem Gewinnplus

Der Stapler- und Lagertechnikkonzern Kion steigerte im ersten Halbjahr den bereinigten operativen Gewinn um zwölf Prozent auf 429,6 Millionen Euro, der Umsatz um 3,5 Prozent auf 5,69 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis vervielfachte sich auf 207,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr hohe Kosten für ein Effizienzprogramm belastet hatten. Für das Gesamtjahr präzisierte der Vorstand die Prognose: Umsatz zwischen 11,53 und 12,03 Milliarden Euro (bisher 11,4 bis 12,3), bereinigtes Ebit zwischen 880 und 980 Millionen Euro (bisher 850 bis 1004).

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BMW-Gewinn bricht ein – Sparkurs verschärft

Die Krise auf dem chinesischen Automarkt belastet BMW massiv: Im zweiten Quartal brach der Nettogewinn um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein, der Umsatz schrumpfte um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro. Die operative Marge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel stärker aus als von Analysten erwartet. BMW verstärkt daher seinen Sparkurs und hatte am Vortag den Abbau tausender Stellen in Deutschland angekündigt.

SocGen hebt Profitabilitätsziele an

Die Société Générale strebt 2026 eine Eigenkapitalrendite von rund elf Prozent an (bisher zehn Prozent) und plant ab August Aktienrückkäufe im Umfang von 1,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro und übertraf die Analystenerwartungen von 1,57 Milliarden Euro. Die Erträge legten um 4,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro zu.

Heidelberg Materials konkretisiert Prognose

Heidelberg Materials steigerte im zweiten Quartal den Umsatz um sechs Prozent auf 6,04 Milliarden Euro (über Erwartungen) und das operative Ergebnis (RCO) um vier Prozent auf 1,09 Milliarden Euro (analyst view: 1,06 Mrd. Euro). Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand einen Betriebsgewinn zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro und senkte das obere Ende der Spanne geringfügig. Das Sparprogramm brachte bislang Einsparungen von 440 Millionen Euro; das Ziel von 500 Millionen Euro soll bis Jahresende übertroffen werden.

Deutsche Bahn: Erstmals seit sieben Jahren schwarze Zahlen im Kerngeschäft

Medienberichten zufolge schrieb die Deutsche Bahn im ersten Halbjahr 2026 im Kernbereich einen Gewinn im dreistelligen Millionenbereich – zum ersten Mal seit sieben Jahren. Das Unternehmen wollte sich vor der offiziellen Bekanntgabe am Vormittag nicht äußern.

Renault dank E-Auto-Boom in der Gewinnzone

Renault kehrte in den ersten sechs Monaten in die Gewinnzone zurück: Der Umsatz stieg um 9,4 Prozent auf 30,25 Milliarden Euro, der Nettogewinn betrug 700 Millionen Euro nach einem Milliardenverlust im Vorjahr. Der Absatz reiner Elektroautos sprang um 47,6 Prozent; jeder fünfte Neuwagen war ein E-Auto. Die operative Marge sank von 6,0 auf 5,2 Prozent, lag aber über den Prognosen. Für das Gesamtjahr bestätigt Renault das Margenziel von 5,5 Prozent.

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Samsung und Microsoft mit starken Zahlen

Samsung verzeichnete dank Halbleitergeschäft einen Umsatzanstieg von 130 Prozent auf 171,5 Billionen Won (103,5 Mrd. Euro) und einen Betriebsgewinn von 89,5 Billionen Won (54 Mrd. Euro). Microsoft übertraf mit einem überraschend starken Cloud-Wachstum die Markterwartungen. Meta enttäuschte dagegen mit seinem Ausblick, da der KI-Ausbau die Bilanz belastet.

Qualcomm mit schwachem Gewinnausblick

Qualcomm rechnet im vierten Quartal mit einem bereinigten Gewinn von 2,05 bis 2,25 Dollar je Aktie (Analysten: 2,36 Dollar). Gründe sind gestiegene Kosten und ein stärker als erwarteter Umsatzrückgang bei Apple-Produkten aufgrund von Lieferengpässen. Konzernchef Cristiano Amon kündigte Preiserhöhungen ab dem 1. September an. Im dritten Quartal sank der Umsatz in der Handset-Sparte um 20 Prozent auf 5,09 Milliarden Dollar, der Gesamtumsatz um vier Prozent auf 9,95 Milliarden Dollar (über Erwartungen). Der bereinigte Gewinn von 2,21 Dollar verfehlte die Prognose von 2,23 Dollar knapp.

Weitere Unternehmensmeldungen

Procter & Gamble blickt wegen Konsumflaute vorsichtiger auf das neue Geschäftsjahr und prognostiziert ein Umsatzwachstum von einem bis drei Prozent. Hermès wuchs im zweiten Quartal währungsbereinigt um 6,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, die Lederwarensparte legte um zehn Prozent zu. Danone profitierte vom heißen Sommer und verzeichnete ein vergleichbares Umsatzplus von 4,2 Prozent im zweiten Quartal, getrieben durch die Wassersparte. Porsche bekräftigte seine Jahresprognose bei einem Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro und einer operativen Rendite von 5,5 bis 7,5 Prozent. Telefonica steigerte den bereinigten operativen Gewinn im zweiten Quartal um 6,4 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro, belastet durch den Umbau von Telefonica Deutschland. Auto1 wuchs im zweiten Quartal mit einem Absatzplus von rund 20 Prozent auf 240.298 Fahrzeuge und einem Umsatzplus von knapp 25 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Nordex verbesserte das operative Ergebnis auf 224 Millionen Euro (Vorjahr: 108 Millionen) bei einer Ebitda-Marge von 10,3 Prozent. Redcare (Online-Apotheke) steigerte den Umsatz um 20 Prozent auf 853 Millionen Euro und das bereinigte Ebitda um 63 Prozent auf knapp 30 Millionen Euro. DWS erreichte ein verwaltetes Vermögen von 1,19 Billionen Euro, der Nettogewinn sank jedoch um zehn Prozent auf 237 Millionen Euro. Die Deutsche Bank übertraf mit einem Vorsteuergewinn von 2,68 Milliarden Euro (plus elf Prozent) die Markterwartungen. SK Hynix verfehlte die Erwartungen trotz Rekordbetriebsgewinns von 60,6 Billionen Won (plus 557 Prozent). Krones setzt auf anziehendes Geschäft im Herbst bei einem Auftragsbestand von 4,3 Milliarden Euro. RWE hob die Prognosen für 2026 und 2027 an, mit einem bereinigten Ebitda von 5,75 bis 6,35 Milliarden Euro für 2026.