Sechs-Euro-Taxifahrten in Hamburg noch nicht voll ausgeschöpft
Taxifahrten für sechs Euro noch nicht voll ausgeschöpft

Seit dem 14. April 2026 können Hamburger in ausgewählten Randgebieten für einen Festpreis von sechs Euro Taxi zur Bahnstation oder nach Hause buchen. Das Angebot unter dem Namen 'Na Huus, to de Bahn' (Huus) ist Teil eines Verkehrsversuchs der Hamburger Verkehrsbehörde in Zusammenarbeit mit Hansa-Taxi und Freenow by Lyft. Doch die Nachfrage bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück.

Nachfrage noch nicht ausgeschöpft

Mehr als 100 Tage nach dem Start des Projekts wird das Kontingent an Fahrten noch nicht vollständig genutzt. Die Verkehrsbehörde und die beteiligten Unternehmen zeigen sich jedoch optimistisch, dass die Nutzung im Herbst und Winter zunehmen wird. „Huus ist in der breiten Öffentlichkeit bereits bekannt und wird von unseren Fahrgästen ausdrücklich gelobt“, sagte Jan Weber, Vorstand von Hansa-Taxi. Alexander Mönch, Deutschland- und Österreich-Chef von Freenow by Lyft, ergänzte: „Die größte Nachfrage gibt es im Norden Hamburgs – dort ist das Bedürfnis nach einer verlässlichen Anbindung an die Bahn am größten.“ Die Behörde selbst bewertet das Projekt als erfolgreich angelaufen.

Angebot und Zeiten

Das Angebot gilt von Sonntag bis Donnerstag in der Regel zwischen 21.00 und 0.30 Uhr. An Freitagen, Samstagen sowie an Abenden vor Feiertagen können Fahrten von 21.00 bis 05.00 Uhr gebucht werden. Die Buchung erfolgt über die Apps von Hansa-Taxi und Freenow by Lyft. Das Einzugsgebiet umfasst zunächst den Westen, Nordosten und Südosten Hamburgs, darunter die Bahnstationen Blankenese, Rissen, Poppenbüttel und Bergedorf. Eine Ausweitung auf weitere Gebiete wird von der Behörde zu einem späteren Zeitpunkt geprüft.

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Ausblick auf Herbst und Winter

Die Verantwortlichen rechnen mit einer steigenden Nachfrage in den kälteren Monaten. Jan Weber erwartet spätestens ab Herbst deutlich mehr als tausend Fahrten pro Monat. Ziel des Versuchs ist es, die Anbindung der Randgebiete an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und so eine umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto zu schaffen. Die Behörde wird die Entwicklung weiter beobachten und über die Zukunft des Projekts entscheiden.

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