Mutmaßlicher Doppelmord in Brandenburg: 80-Jähriger soll Darts-Freunde erschossen haben
80-Jähriger unter Verdacht: Doppelmord in Brandenburg

In einem kleinen Ort in Brandenburg sind eine 45-jährige Frau und ihr 57-jähriger Lebensgefährte durch Schüsse getötet worden. Ein 80-jähriger Mann aus dem Ort steht unter dringendem Tatverdacht. Die Staatsanwaltschaft Cottbus teilte am Dienstag mit, dass die Tat in der Nacht vom 24. auf den 25. Juli 2026 passierte. Der mutmaßliche Täter, Dieter K., wurde schwer verletzt in einem Nebengebäude auf dem Grundstück der Opfer gefunden und liegt im Krankenhaus. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang.

Opfer und Täter waren Darts-Freunde

Nach Informationen von BILD kannten sich die Opfer und der Tatverdächtige seit Jahren. Jeden Freitag trafen sie sich zum Darts-Spielen in geselliger Runde bei einem Nachbarn, einem Steinmetz. Die Opfer sind Ute F., eine 45-jährige Mutter einer fünfjährigen Tochter, und Steffen K., 57 Jahre alt. Die Leichen wurden in einer ausgebauten Remise auf dem Grundstück von Ute F. gefunden. Auch Dieter K. wurde dort blutüberströmt und schwer verletzt entdeckt. In dem Gebäude wurde eine Schusswaffe sichergestellt.

Staatsanwaltschaft: Ermittlungen am Anfang

Staatsanwältin Stephanie Engler, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Cottbus, sagte: „Die Ermittlungen stehen wirklich noch am Anfang. Wir können noch keine Angaben zum Tathergang und zum Beziehungsstand zwischen Tatverdächtigem und den Getöteten machen.“ Auch zum Motiv des Schützen gibt es bislang keine Hinweise. Unklar ist, ob Dieter K. die Waffe gegen sich selbst richtete. Die Polizei wurde um 2:30 Uhr alarmiert – möglicherweise war ein Streit vorausgegangen.

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Nachbarn beschreiben Tatverdächtigen als ruhigen Messi

Nachbarn schildern Dieter K. als ruhigen Menschen, der aber als Messi bekannt war. Er hortete wahllos Metallschrott und Müll in seinem Garten und warf nichts weg. In seinem Haus lebte er allein; einer seiner beiden Söhne soll gestorben sein. Sein Auto stand noch am Tatort innerhalb der Polizeiabsperrung. Die Mordkommission durchsuchte sein Haus und versiegelte es. Im Garten lehnten zwei Krücken am Haus. Dieter K. sei stets in Arbeitskleidung unterwegs gewesen.

Schusswaffe gefunden – weitere Details unklar

Die Ermittler der Brandenburger Mordkommission untersuchen das Gelände intensiv. Die Remise, in der die Toten und der verletzte Tatverdächtige gefunden wurden, wird forensisch bearbeitet. Ob Dieter K. bereits Angaben zur Tat gemacht hat, ist nicht bekannt. Er wird weiterhin im Krankenhaus behandelt. Die Staatsanwaltschaft Cottbus bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen könnten.

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