Bandidos-Aussteiger bricht Schweigen: Schütze belastet Versace-Rocker
Bandidos-Aussteiger bricht Schweigen: Schütze belastet Rocker

Der ehemalige Bandidos-Rocker Hasan Y. hat vor dem Kölner Landgericht ein jahrelanges Schweigen gebrochen. Im blutigen Rockerkrieg um die Vorherrschaft in Köln schoss er auf ein Café, um einen Hells Angel zu treffen, traf aber stattdessen einen eigenen Kumpan. Nun belastet er im Prozess seinen früheren Boss Aykut Ö., den sogenannten Versace-Rocker, schwer.

Der Schuss im Café: Ein fataler Fehler

Hasan Y. gab zu, vor Jahren auf Befehl von Aykut Ö. geschossen zu haben. „In seinen Augen waren wir nur seine Hunde“, sagte der Aussteiger über seinen ehemaligen Anführer. Der Schuss verfehlte das Ziel und traf ein Mitglied der eigenen Gang. Das Opfer überlebte schwer verletzt. Y. schwieg aus Angst vor Rache – bis jetzt.

Zoobrücke: Ein Unschuldiger im Kugelhagel

Nicht nur der eigene Mann wurde getroffen. Y. schilderte auch, wie ein völlig unbeteiligter Passant auf der Kölner Zoobrücke lebensgefährlich verletzt wurde. Die Kugeln waren offenbar für einen Hells Angel bestimmt, trafen aber einen Zivilisten. „Es war ein Befehl, ich konnte nicht nein sagen“, so Y. vor Gericht.

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Der Ausstieg aus der Rockerhölle

Wie es Hasan Y. gelang, aus den Bandidos auszusteigen, ist bislang Gegenstand von Ermittlungen. Er selbst spricht von einem mühsamen Prozess, der ihn fast das Leben kostete. Jetzt hofft er auf eine milde Strafe als Kronzeuge. Sein Ex-Boss Aykut Ö. bestreitet die Vorwürfe bisher.

Das Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet. Es könnte weitreichende Folgen für die Rockerszene in Köln haben.

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