In Heidelberg hat das Amtsgericht Haftbefehl gegen drei Mädchen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren erlassen. Ihnen wird vorgeworfen, am Abend des 11. Juli zwei Schwestern brutal attackiert zu haben. Die 18-jährige und ihre Schwester erlitten dabei Stich- und Schnittverletzungen im Gesicht, die 18-Jährige ein Schädelhirntrauma.
Tatablauf: Verbaler Streit eskaliert
Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft gerieten die drei Jugendlichen zunächst verbal mit den Schwestern aneinander. Die Situation eskalierte, als die Angreiferinnen auf die Ältere einschlugen und ihr mit einem Messer und Glasflaschen Stichwunden sowie tiefe Schnittverletzungen im Gesicht zufügten. Die 18-Jährige verlor kurzzeitig das Bewusstsein und wurde mit einem Schädelhirntrauma ins Krankenhaus eingeliefert.
Als die jüngere Schwester ihrer Schwester zu Hilfe eilen wollte, griffen die Jugendlichen auch sie an und fügten ihr Schnittwunden zu. Nach der Tat sollen sich die Angreiferinnen über die am Boden liegenden Verletzten lustig gemacht haben.
Haftbefehl wegen schwerer Körperverletzung
Der Haftbefehl lautet auf gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Heidelberg dauern an. Die drei Mädchen wurden inhaftiert. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Nach aktuellen Statistiken des Bundeskriminalamts ist die Jugendkriminalität in Deutschland leicht rückläufig, jedoch die Anzahl der Gewalttaten unter Jugendlichen stabil geblieben. Der Fall in Heidelberg zeigt erneut die Brisanz von Gewalt unter Minderjährigen.
Reaktionen und Ausblick
Die betroffenen Schwestern werden weiterhin medizinisch versorgt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob weitere Maßnahmen wie psychologische Betreuung notwendig sind. Der Fall hat in Heidelberg Bestürzung ausgelöst und eine Diskussion über Jugendgewalt entfacht.



