Ein Polizeieinsatz in Bamberg ist eskaliert: Ein Mann hat zwei Beamte angegriffen und dabei einen Polizisten mit einem Schlag ins Gesicht getroffen. Der Angreifer konnte erst von mehreren Einsatzkräften überwältigt und festgenommen werden.
Tathergang in der Oberfranken-Metropole
Die Beamten der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt waren zu einem Vorfall gerufen worden. Bei Eintreffen vor Ort trafen sie auf einen offenbar aggressiven Mann. Nach Angaben der Polizei schlug er unvermittelt einem der Beamten ins Gesicht. Ein zweiter Polizist, der zur Hilfe eilte, wurde bei dem folgenden Gerangel ebenfalls verletzt.
Der Angreifer leistete auch bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand. Er musste gefesselt werden und wurde zur Dienststelle gebracht. Die beiden verletzten Beamten wurden zunächst an der Einsatzörtlichkeit medizinisch versorgt. Nähere Angaben zur Schwere der Verletzungen machte die Polizei nicht.
Strafverfahren gegen den Tatverdächtigen
Gegen den Mann wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Bamberg wurde eingeschaltet. Ob der Beschuldigte dem Haftrichter vorgeführt wird, war am Nachmittag noch nicht entschieden.
Die Polizei wertet den Vorfall als weiteren Beleg für die zunehmende Aggressivität gegenüber Einsatzkräften. Solche Delikte hätten in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen, hieß es aus Behördenkreisen. Die beiden betroffenen Beamten wurden vom Dienst freigestellt.
Gewalt gegen Polizisten: ein wachsendes Problem
Der Angriff in Bamberg reiht sich ein in eine deutschlandweite Entwicklung. Immer wieder werden Polizistinnen und Polizisten bei ihrer Arbeit attackiert – verbal und körperlich. Die Gewerkschaften fordern deshalb härtere Strafen und eine bessere Ausstattung der Polizei. Auch die Bevölkerung sei gefordert, so die Beamten: Wer Einsatzkräfte angreife, müsse mit konsequenter Strafverfolgung rechnen.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an. Die Polizei prüft derzeit, ob es Zeugen gibt, die den Ablauf beobachten konnten. Weitere Details wollen die Ermittler mit Rücksicht auf das laufende Verfahren nicht nennen.



