Die Landeshauptstadt Potsdam gedenkt am Sonntag und Montag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944. Im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltungen stehen der militärische Widerständler Friedrich von Rabenau sowie die Bedeutung von Frauen im nationalsozialistischen Widerstand.
Gedenkstunde für Friedrich von Rabenau
Am Sonntag um 11.00 Uhr findet eine Gedenkstunde am Turm des ehemaligen Reichs- und Heeresarchivs auf dem Brauhausberg statt, das später als SED-Parteihaus und Brandenburger Landtag diente. Friedrich von Rabenau, damaliger Chef der Heeresarchive, war ein überzeugter Gegner des NS-Regimes. Zur Veranstaltung werden auch Familienangehörige von Rabenau erwartet, wie die Stadt mitteilte. Der Landtag war 2014 in das wieder errichtete Stadtschloss umgezogen; auf dem Brauhausberg ist ein neuer Uni-Campus geplant.
Oberbürgermeisterin betont Bedeutung des Widerstands
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) nimmt an der Gedenkstunde teil. Sie betonte, die Erinnerung an den Widerstand solle zeigen, dass die nationalsozialistische Diktatur nicht von allen Deutschen widerspruchslos hingenommen wurde. Menschen aus verschiedensten Kreisen seien bereit gewesen, ihre Freiheit einzusetzen, um das verbrecherische Nazi-Regime zu beenden.
Attentat vom 20. Juli 1944
Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg vergeblich versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten, die nationalsozialistische Herrschaft zu stürzen und den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Der Diktator überlebte, der Umsturzversuch scheiterte. Stauffenberg und drei weitere Beteiligte wurden noch am selben Abend im Innenhof des Bendlerblocks in Berlin erschossen.
Frauen im NS-Widerstand im Fokus
Am Montag, dem Jahrestag des Attentats, steht die Bedeutung von Frauen im NS-Widerstand im Mittelpunkt einer Veranstaltung. Die Stadt würdigt damit den mutigen Einsatz von Frauen, die sich gegen das Regime stellten.



