Vor dem Landgericht Flensburg hat am Dienstag der Prozess gegen eine heute 44 Jahre alte Frau begonnen, die im Oktober 2021 versucht haben soll, ihre damalige Lebensgefährtin in Schleswig zu töten. Die Staatsanwaltschaft wirft der Deutschen versuchten Totschlag vor. Die Tat liegt fast fünf Jahre zurück und wurde erst jetzt vor Gericht verhandelt.
Tatvorwurf: Messer und Drohungen
Laut Staatsanwalt besuchte die Angeklagte ihre Expartnerin Ende Oktober 2021 unter dem Vorwand, erneut über ihre Beziehung sprechen zu wollen. Die beiden Frauen waren von 2019 bis April 2021 ein Paar. Bei dem Treffen hatte die 44-Jährige heimlich ein Messer mitgebracht. Nach einiger Zeit zog sie es hervor und erklärte, ihre Expartnerin und anschließend sich selbst töten zu wollen.
Die Expartnerin konnte das Messer zunächst an sich nehmen und weglegen. Daraufhin drohte die Angeklagte ihr, das Genick zu brechen. Die Nebenklägerin holte das Messer wieder hervor und forderte die Angeklagte auf, die Wohnung zu verlassen. Bevor die 44-Jährige ging, versuchte sie noch, die Nebenklägerin mit einer leeren Bierflasche zu schlagen.
Verfahrensdetails und Zeitplan
Die Angeklagte befindet sich nicht in Untersuchungshaft. Ein Gerichtssprecher erklärte, dass das Verfahren aus terminlichen Gründen nicht früher habe angesetzt werden können. Für die Vernehmung der Angeklagten wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Insgesamt sind sechs Verhandlungstage bis zum 18. August geplant.
Die Nebenklägerin ist in dem Prozess als Nebenklägerin vertreten. Die Verhandlung findet vor der 4. Strafkammer des Landgerichts Flensburg statt. Das Gericht hat die Öffentlichkeit für die Einlassung der Angeklagten ausgeschlossen, um deren Persönlichkeitsrechte zu schützen.



