Schuss auf Karl-Marx-Straße: Tatverdächtiger nach vier Monaten in Haft
Schuss auf Karl-Marx-Straße: Tatverdächtiger in Haft

Vier Monate nach einer Schussabgabe auf der belebten Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln hat die Polizei einen 40 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann wurde am vergangenen Freitag in der Sonnenallee gestellt, wie die Polizei mitteilte. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Der Vorfall im März

Am 13. März 2026 gegen 13:40 Uhr soll der Verdächtige auf dem Bürgersteig der viel frequentierten Einkaufsstraße mehrere Schüsse abgegeben haben. Dabei wurde ein unbeteiligter Mann am Bein getroffen und verletzt. Der Schussabgabe sei eine Auseinandersetzung zwischen dem 40-Jährigen und mehreren Personen vorausgegangen, hieß es von den Ermittlern.

Ermittlungen durch die Sondereinheit „Ferrum“

Die Ermittlungen zu dem Fall wurden von der Sondereinheit „Ferrum“ geführt, die erst im November 2025 gegründet wurde. Ihre Aufgabe ist die Bekämpfung gewalttätiger Gruppen und von Schusswaffenkriminalität. Die Einheit fokussiert sich insbesondere auf Banden, deren Anführer von der Türkei aus agieren. Diese Banden bedrohen nach Angaben der Ermittler türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber in Berlin und anderen deutschen Städten, um hohe Geldsummen zu erpressen.

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Die Festnahme des 40-Jährigen ist ein Erfolg für die noch junge Einheit. Die Polizei ermittelt nun zu den Hintergründen der Tat, unter anderem zur genauen Rolle des Verdächtigen und möglichen Verbindungen zu organisierten kriminellen Strukturen. Der Mann muss sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

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