Bei einem Großeinsatz an einer Asylunterkunft in Augsburg-Haunstetten hat die Polizei am Donnerstag zwei Leichen entdeckt. Die Beamten waren mit einem Großaufgebot angerückt, nachdem Hinweise auf einen möglichen Gewaltvorfall eingegangen waren. Die genauen Umstände des Todes waren zunächst unklar.
Polizei rückt mit Großaufgebot an
Gegen 14 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen bestand der Verdacht, dass sich in dem Gebäude in der Haunstetter Straße eine gefährliche Lage entwickelt haben könnte. Die Polizei sperrte das Areal weiträumig ab, ein Großaufgebot an Beamten, darunter auch Spezialkräfte, war im Einsatz.
Vor Ort fanden die Einsatzkräfte schließlich zwei leblose Personen. Wiederbelebungsversuche blieben nach Angaben der Polizei erfolglos. Die Identität der Toten sowie die Todesursache sind noch ungeklärt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet, um die Hintergründe des Vorfalls zu untersuchen. Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden. Die Behörden gehen derzeit von einem Gewaltverbrechen aus, schließen aber auch andere Szenarien nicht aus.
Die Bewohner der Unterkunft wurden befragt, einige von ihnen wurden vorübergehend in anderen Einrichtungen untergebracht. Die Stadt Augsburg zeigte sich bestürzt über den Vorfall. Oberbürgermeisterin Eva Weber sprach von einem „schockierenden Ereignis“, das die Stadt tief berühre.
Hintergrund: Asylunterkunft in Haunstetten
In der Unterkunft in Haunstetten sind nach Angaben der Stadt derzeit rund 200 Geflüchtete untergebracht. Die Einrichtung wird von einem privaten Betreiber geführt und ist seit mehreren Jahren in Betrieb. In der Vergangenheit gab es wiederholt Polizeieinsätze, jedoch keinen Vorfall dieser Tragweite.
Die Ermittlungen dauern an, weitere Details sollen im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Geduld und Verständnis, da die Untersuchungen noch andauern.



