Nach Schüssen in Köln-Mülheim am Montagabend hat die Polizei mehrere Personen festgenommen. Unter den Festgenommenen befinden sich nach Angaben der Ermittler die vier Verletzten selbst sowie zwei 19-jährige Tatverdächtige und ein 21-Jähriger. Die Hintergründe der Tat könnten in Streitigkeiten zwischen zwei Familien liegen, wie die Polizei mitteilte.
Was genau geschah?
Gegen 22:00 Uhr kam es auf einer Straße im Kölner Stadtteil Mülheim zu einer Auseinandersetzung. Dabei erlitten eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann Schussverletzungen, während zwei weitere Männer im Alter von 24 und 48 Jahren Stichverletzungen davontrugen. Drei der vier Verletzten befanden sich am Dienstag noch in Krankenhäusern, so die Polizei.
Zunächst war nur von Schüssen die Rede gewesen, doch das Ausmaß der Gewalt wurde erst später deutlich. Die Kriminalpolizei wertet weiterhin Spuren und Zeugenaussagen aus, um den genauen Tatablauf zu rekonstruieren.
Ermittlungen und mögliche Haftbefehle
Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben, ob Haftbefehle gegen die Festgenommenen beantragt werden können. Die Ermittlungen zu den Hintergründen sind noch nicht abgeschlossen. Es gibt Hinweise, dass die Tat durch Streitigkeiten zwischen zwei Familien ausgelöst worden sein könnte – diesen Spuren wird intensiv nachgegangen.
Die Polizei Köln betont, dass die Maßnahmen zur Aufklärung der Tat mit hohem Druck vorangetrieben werden. Zeugen, die weitere Informationen beisteuern können, werden gebeten, sich zu melden.
Mülheim: Ein Stadtteil mit hoher Kriminalitätsrate
Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf den Stadtteil Mülheim, der als einer der Köln Stadtteile mit der höchsten Kriminalitätsrate gilt. Erst im März dieses Jahres wurde ein Restaurantbesucher dort mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt. Zudem wurde im Jahr 2024 auf einem Platz in Mülheim die erste permanente Waffenverbotszone Nordrhein-Westfalens eingerichtet, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die jüngsten Schüsse zeigen jedoch, dass solche Maßnahmen allein nicht ausreichen, um Gewalttaten zu verhindern. Die Polizei setzt weiterhin auf verstärkte Präsenz und Aufklärungsarbeit in dem Stadtteil.
Die Verletzten werden derzeit medizinisch versorgt. Über ihren Gesundheitszustand gibt es keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen dauern an – weitere Details werden im Laufe des Tages erwartet.



