Drogen und Müll: Anwohner in Augsburg-Oberhausen schlagen Alarm
Drogen und Müll in Augsburg-Oberhausen: Anwohner alarmiert

In Augsburg-Oberhausen, konkret im Bereich St. Johannes, berichten Anwohner von zunehmenden Problemen mit Drogenhandel, Müll und Lärm. Die Situation sei in den letzten Monaten spürbar angespannt, wie mehrere Anwohner gegenüber der Augsburger Allgemeinen erklären. Sie fordern ein stärkeres Einschreiten von Polizei und Stadt.

Anwohner berichten von offenem Drogenhandel

Anwohner schildern, dass es vor allem an der Wertachstraße und in den angrenzenden Grünanlagen zu offenem Drogenhandel komme. „Man sieht fast täglich Dealer, die ihre Geschäfte erledigen, oft schon am helllichten Tag“, sagt ein Anwohner, der anonym bleiben möchte. Auch Spritzen und andere Drogenutensilien würden immer wieder im Gebüsch gefunden. Die Situation sei für Familien mit Kindern besonders belastend.

Ein anderer Anwohner berichtet von nächtlichem Lärm und Müll, der von Gruppen hinterlassen werde, die sich dort träfen. „Manchmal ist es wie auf einem Rummelplatz, nur ohne Musik – dafür mit Geschrei und Flaschen“, sagt er. Die Polizei sei zwar regelmäßig im Einsatz, aber die Probleme kehrten immer wieder.

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Polizei bestätigt Probleme, verweist auf sinkende Zahlen

Die Polizei Augsburg bestätigt auf Anfrage, dass es im Bereich St. Johannes immer wieder zu Beschwerden über Drogenhandel und Verschmutzung komme. Allerdings verweist sie auf sinkende Fallzahlen: Im Vergleich zum Vorjahr seien die registrierten Drogendelikte in diesem Stadtteil um rund 15 Prozent zurückgegangen. „Wir haben unsere Präsenz erhöht und arbeiten eng mit der Stadt zusammen“, sagt ein Polizeisprecher. Dennoch sei man auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Die Stadt Augsburg verweist auf Maßnahmen wie regelmäßige Reinigungsaktionen und die Aufstellung zusätzlicher Mülleimer. Zudem sei der Kommunale Ordnungsdienst häufiger im Gebiet unterwegs. Doch die Anwohner sehen das als nicht ausreichend an. Sie fordern eine dauerhafte Polizeiwache oder zumindest regelmäßige Streifen zu den kritischen Zeiten.

Forderungen nach mehr Präsenz und Prävention

Die Anwohner haben eine Liste von Forderungen an die Stadt und die Polizei übergeben. Dazu gehören mehr Videoüberwachung an Brennpunkten, bessere Beleuchtung in den Grünanlagen und ein stärkeres soziales Angebot für suchtkranke Menschen. „Wir wollen nicht nur Vertreibung, sondern auch Hilfe für die Betroffenen“, sagt eine Anwohnerin, die sich in einer Bürgerinitiative engagiert.

Die Polizei begrüßt das Engagement der Anwohner und kündigt an, die Maßnahmen zu prüfen. „Wir nehmen die Sorgen ernst und werden unsere Strategie anpassen“, so der Sprecher. Eine endgültige Lösung sei jedoch nur durch eine gemeinsame Anstrengung von Stadt, Polizei und Bürgern zu erreichen.

Bis dahin bleibt die Situation für viele Anwohner angespannt. Sie hoffen, dass ihre Stimmen gehört werden und sich die Lage im Stadtteil nachhaltig verbessert.

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