Seit fast einem Monat fehlt von der 14-jährigen Schülerin aus Dortmund jede Spur. Die Polizei setzt bei der Fahndung nun auf ein Selfie, das das Mädchen mit KI-Filtern bearbeitet hatte. Das Foto zeigt eine fast puppenartige Darstellung – und sorgt im Netz für Kritik.
Mädchen seit 20. Juni vermisst
Die 14-Jährige verließ am 20. Juni eine Jugendeinrichtung in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) und kehrte nicht zurück. Polizeisprecherin Diana Krömer erklärte: „Aktuelle Anlaufadressen sind nicht bekannt, eine Gefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.“ Ein Richter ordnete daraufhin die öffentliche Fahndung mit einem Foto an.
Kritik am bearbeiteten Selfie
Im Netz wundern sich viele Nutzer über das stark bearbeitete Bild. Ein Nutzer fragte: „Wird ein Mädchen oder eine Comic-Figur vermisst? Wer soll sie anhand dieser Abbildung wiedererkennen?“ Eine Frau kommentierte: „So ein unechtes Foto, da wird die Kleine nie gefunden.“ Eine andere spekulierte: „Es hätte sicherlich auch ein ‚normales‘ Foto gegeben, worauf man sie sicherlich besser erkannt und gefunden hätte.“
Die Polizei rechtfertigte die Wahl des Fotos: „Das ist leider immer nicht so einfach. Wir haben in der Regel keine große Auswahl, was aktuelle Fotos angeht.“ Die Ermittler hoffen nun, dass Menschen die junge Vermisste trotz der Bearbeitung erkennen.
Beschreibung der Vermissten
- Größe: 1,56 Meter
- Statur: schlank
- Augen: braun
- Haare: dunkelbraun
Die Kripo bittet um Hinweise auf den Aufenthaltsort des Mädchens. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0231/1327441 melden.
Zehntausende Vermisstenfälle jährlich
Laut Bundeskriminalamt werden jedes Jahr in Deutschland zehntausende Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. Die überwiegende Mehrheit kehre innerhalb kurzer Zeit zurück. Ein Sprecher erklärte: „Einige Fälle bleiben jedoch über Jahre hinweg ungeklärt und stellen die Angehörigen vor eine belastende Ungewissheit.“



