Die Zahl unerlaubter Einreisen an den deutschen Grenzen ist im Juli weiter gesunken. Wie die Bundespolizei am Mittwoch in Potsdam unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte, versuchten im vergangenen Monat 3650 Menschen, ohne gültige Papiere nach Deutschland einzureisen. Dies waren fast 37 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und der niedrigste Stand seit gut fünf Jahren.
Rückgang um fast ein Viertel im Jahresvergleich
In den ersten sieben Monaten des Jahres stellte die Bundespolizei damit 28.479 unerlaubte Einreisen an Deutschlands Land-, Luft- und Seegrenzen fest. Dies waren 8489 oder knapp 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der niedrigste Monatswert der vergangenen Jahre war laut Bundespolizei im Mai 2021 mit 2916 unerlaubten Einreisen verzeichnet worden.
Grenzkontrollen an allen Landesgrenzen
In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an allen Landesgrenzen zu den neun Nachbarländern statt. In den Jahren zuvor waren diese wegen der Migrationslage bereits zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt worden.
Mit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung im Mai 2025 ordnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auch verstärkte Zurückweisungen an. Seitdem wurden laut Bundespolizei 41.129 Menschen zurückgewiesen. Seit Mai 2025 wurden zudem 2111 Menschen wegen einer Wiedereinreisesperre am Grenzübertritt gehindert.



