Neue 3D-Karte zeigt Niedersachsens Untergrund mit Rohstoffvorkommen
Neue 3D-Karte zeigt Niedersachsens Untergrund mit Rohstoffvorkommen

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) arbeitet an einer neuen, dreidimensionalen Karte, die Einblicke in den Untergrund Niedersachsens bis in mehrere hundert Meter Tiefe ermöglicht. Ein erster Kartenausschnitt für den Nordwesten des Bundeslandes ist nun im Internet veröffentlicht worden.

Das 3D-Modell soll nicht nur Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden bei der Suche oder dem Abbau von Rohstoffen wie Kies, Sand und Ton oder bei Grundwasserfragen dienen, sondern auch der breiten Öffentlichkeit die Erkundung des Untergrunds ermöglichen. Die bisherige Datenbasis zu Rohstoffvorkommen ist rund 30 Jahre alt; das neue Modell soll eine bessere Auflösung liefern.

Projektleiterin Janine Meinsen vom LBEG erläutert: „Um das 3D-Modell zu erstellen, werten wir eine Vielzahl von Daten aus.“ Landesweit sollen rund 451.000 Bodenbohrungen aus den vergangenen Jahrzehnten ausgewertet werden. Hinzu kommen tausende 2D- und hunderte 3D-seismische Daten aus der jahrzehntelangen Suche nach Öl und Gas in Niedersachsen.

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Der Untergrund Niedersachsens wurde durch die Kaltzeiten der vergangenen Jahrhunderttausende geprägt. In der Elster-Eiszeit vor etwa 320.000 bis 400.000 Jahren hinterließ ein mächtiger Eisgletscher durch Schmelzwasser ein komplexes Netz aus tiefen Rinnen, die teils mehr als 400 Meter in die Tiefe reichen. Sand, Kies und Ton lagerten sich darin ab.

Das LBEG betont: „Die genaue Kenntnis ihrer Lage und Ausdehnung ist nicht nur für das Wissen um Grundwasservorkommen und die Rohstoffgewinnung wichtig.“ Auch bei der Planung von Bohrungen, etwa für die Gewinnung von Erdwärme, seien diese geologischen Strukturen von Bedeutung.

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