Der Landkreis Emsland stellt der Jägerschaft 150.000 Euro für spezielle Nutria-Fallen zur Verfügung. Landrat Marc-André Burgdorf betonte bei einem Termin mit den Jägerschaften die große Gefahr der Nagetiere für den Hochwasserschutz. „Auf eine Intensivierung der gezielten Bekämpfung von Nutria kann daher nicht verzichtet werden“, so Burgdorf.
Nutrias, auch Sumpfbiber genannt, haben sich in Norddeutschland rasant ausgebreitet. Die Tiere graben Tunnel in Uferböschungen, Deiche und Gräben und gefährden so deren Stabilität. Besonders in Bereichen mit Hochwasserschutzeinrichtungen stellen ihre Bauten ein Risiko dar. Zudem fressen sie große Mengen an Röhricht- und Uferpflanzen und bedrohen damit den Lebensraum anderer, teils seltener Tierarten.
In Niedersachsen dürfen Nutrias ganzjährig gejagt werden, vor allem zum Schutz der Deiche und Küsten. Im Jagdjahr 2024/2025 wurden landesweit knapp 54.000 Nutrias erlegt. Das wasserreiche Emsland ist nach eigenen Angaben die am stärksten betroffene Region; dort wurden im vergangenen Jagdjahr rund 7.800 Tiere erlegt.
Die Jägerschaften Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen werden bei der Anschaffung der speziellen Nutria-Fallen unterstützt. Die Rohrfallen mit dem Namen „Trapper Neozoen“ verfügen über einen elektronischen Fangmelder und können an wechselnden Standorten eingesetzt werden. Laut Landkreis ist das System tierschutzgerecht und sicher; eine Verletzungsgefahr für andere Wildarten bestehe nicht. Die gefangenen Tiere werden getötet.



