Waldbrand-Spezialkräfte aus Niedersachsen kehren früher aus Spanien zurück
Feuerwehr-Spezialkräfte kehren früher aus Spanien zurück

Der Einsatz der Waldbrand-Spezialkräfte der niedersächsischen Feuerwehr in Spanien ist deutlich kürzer ausgefallen als ursprünglich geplant. Die Einheiten, die erst am Samstag im Nordwesten Spaniens eingetroffen waren, befinden sich bereits wieder auf dem Heimweg. Das teilte das niedersächsische Innenministerium mit.

Neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen im Einsatz

Insgesamt waren neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Nordrhein-Westfalen nach Südeuropa ausgerückt. Spanien hatte zuvor um internationale Hilfe gebeten, da das Land mit einer schweren Waldbrandserie kämpft. Der Einsatz war auf zwei Wochen ausgelegt, doch die Lage entspannte sich schneller als erwartet.

Vor Ort löschten die Einsatzkräfte mehrere Brände, verlegten hunderte Meter lange Löschwasserleitungen und unterstützten andere europäische Waldbrand-Spezialeinheiten. Die Rückkehr der niedersächsischen Kräfte wird für Donnerstag in Celle erwartet, wo sie stationiert sind.

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Innenministerin lobt Engagement der Feuerwehrleute

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz. Sie lobte die Feuerwehrleute ausdrücklich für ihren Einsatz und betonte: „Dieser Einsatz ist ein weiterer Beleg für die enge Vernetzung und Zusammenarbeit im Katastrophenschutz auf europäischer Ebene.“

Auch Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) äußerte sich positiv, stellte jedoch kritische Fragen: „Das kann man als Erfolg verbuchen, aber natürlich muss man sich die Frage stellen, ob der Aufwand dieser kurzen Zeit gerecht wird.“ Die Einsatzkräfte aus NRW hätten durchaus noch einige Tage länger helfen können „und vor allem wollen“. Nach Angaben der Feuerwehr Bonn wurden die deutschen Einheiten zurückgeschickt, weil sich die Lage entspannt habe.

Schwere Waldbrandserie in Spanien

Spanien erlebt in diesem Sommer eine der schwersten Waldbrandserien seiner Geschichte. Allein in der Provinz Ávila wurden rund 50.000 Hektar Wald- und Buschland verwüstet – der größte Waldbrand des Landes seit Beginn der amtlichen Erfassungen im Jahr 1968. Am 2. August waren in ganz Spanien noch 43 meist kleinere Waldbrände aktiv.

Die niedersächsische Feuerwehr verfügt über vier Einheiten des Typs GFFF-V, die nach europäischem Muster aufgestellt sind. Diese sind auf Wald- und Flächenbrände spezialisiert und in den Landkreisen Celle/Heidekreis, Göttingen/Goslar, Uelzen/Gifhorn und Lüneburg/Lüchow-Dannenberg stationiert.

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