Zoll entdeckt Dackelwelpen in Box ohne Futter und Wasser
Zoll findet Dackelwelpen in Box ohne Futter und Wasser

Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 2 im Landkreis Peine haben Zollbeamte vier Dackelwelpen entdeckt, die unter widrigsten Bedingungen transportiert wurden. Die jungen Hunde befanden sich in einem Transporter unter Gepäckstücken in einer Box ohne Nahrung und Wasser, wie das Hauptzollamt Braunschweig mitteilte. Eine Amtstierärztin schätzte das Alter der Welpen auf etwa acht Wochen; sie wirkten bei der Kontrolle sehr schlapp und müde.

Kontrolle am Rastplatz Zweidorfer Holz

Der Vorfall ereignete sich am Rastplatz Zweidorfer Holz, wo die Beamten den Transporter stoppten. Ein Beteiligter gab an, dass es seine Dackelwelpen seien und er dafür Papiere vorlegen könne. Da jedoch Zweifel an den Dokumenten bestanden, leiteten die Zöllner Untersuchungen zur Prüfung des Impfstatus der Jungtiere ein. Die Welpen wurden in eine Quarantänestation gebracht. Drei der vier Welpen waren mittels Mikrochip gekennzeichnet.

Der angebliche Besitzer war den Zollbeamten bereits bekannt: Bereits im April war er auf einem Autohof in Peine kontrolliert worden, als er 14 Dackelwelpen und zwei trächtige Muttertiere transportierte. Schon damals erfüllte keiner der Hunde die gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen. Sie waren weder mittels Transponder gekennzeichnet noch gültig gegen Tollwut geimpft und verfügten nicht über die erforderlichen amtlichen Gesundheitsbescheinigungen. Gegen den Mann wurde daher bereits im April ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, und er sollte die Kosten für die Quarantäne tragen.

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Rechtliche Konsequenzen

Nun erwartet den Mann erneut ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen tierschutz- und tierseuchenrechtliche Bestimmungen. Die Bußgelder in solchen Fällen können laut Zoll bis zu 100.000 Euro betragen. Zudem muss er die Kosten für die Unterbringung der Tiere in Quarantäne tragen.

Der Fall zeigt, dass der illegale Welpenhandel weiterhin ein Problem darstellt. Die Zollbehörde appelliert an Autofahrer, bei Verdacht auf solche Transporte die Behörden zu informieren. Die Welpen befinden sich nun in Obhut und werden tierärztlich versorgt.

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