Inflationsrate in NRW steigt auf 2,7 Prozent im Juli
Inflationsrate in NRW steigt auf 2,7 Prozent

Die Verbraucherpreise in Nordrhein-Westfalen haben im Juli 2026 wieder an Fahrt aufgenommen. Wie das Landesstatistikamt IT.NRW auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, stieg die Inflationsrate auf 2,7 Prozent. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch bei 2,1 Prozent gelegen, nach 2,4 Prozent im Mai. Damit setzt sich der Trend steigender Preise fort, wenngleich die Entwicklung in den einzelnen Verbrauchsbereichen stark variiert.

Preisanstieg bei Energie

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Kraftstoffen und Heizöl aus. Autofahrer zahlten im Juli 23,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Heizöl verteuerte sich um 23,1 Prozent. Diese Preissprünge belasten vor allem Pendler und Haushalte mit Ölheizungen. Demgegenüber standen jedoch Entlastungen bei Strom und Gas: Strom wurde um 5 Prozent günstiger, Gas um 1,1 Prozent. Die gegenläufige Entwicklung spiegelt die Unsicherheiten auf den globalen Energiemärkten wider.

Lebensmittel im Vergleich

Die Lebensmittelpreise gaben im Schnitt um 0,2 Prozent nach. Dabei fielen die Veränderungen extrem unterschiedlich aus. Besonders starke Rückgänge verzeichneten Speisefette und Öle mit minus 17,1 Prozent, Butter mit minus 33,7 Prozent und Vollmilch mit minus 9,6 Prozent. Diese Produkte waren im Vorjahr noch teuer gewesen. Im Gegenzug stiegen die Preise für Eier um 14,8 Prozent. Der Grund liegt in gestiegenen Produktionskosten und einer geringeren Legehennenhaltung. Insgesamt bleibt die Inflationsbelastung für Lebensmittel aber moderat.

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Dienstleistungen verteuern sich

Außerhalb von Energie und Nahrungsmitteln zogen die Preise für Dienstleistungen an. Die häusliche Alten- und Behindertenpflege kostete 11,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch Gaststättenbesuche wurden teurer: Die Preise in der Gastronomie stiegen um 3,2 Prozent. Diese Entwicklung trifft vor allem ältere Menschen und Familien mit Pflegebedarf. Andere Dienstleistungen wie Friseur- oder Reinigungsgewerbe legten ebenfalls zu, wenn auch weniger stark.

Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen liegt damit über dem bundesweiten Durchschnitt. Das Statistikamt IT.NRW betont, dass die endgültigen Zahlen für Juli erst in den kommenden Wochen vorliegen. Die vorläufigen Daten deuten jedoch auf eine anhaltende Teuerung hin, die vor allem durch Energiepreise getrieben wird. Für Verbraucher bedeutet dies: Die Kaufkraft sinkt weiter, auch wenn manche Lebensmittel günstiger werden.

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