Bei einem Pilotprojekt auf dem Grund der Ostsee haben Teams 51 verlorene Fischereigeräte entdeckt. Wie die schleswig-holsteinischen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt mitteilten, wurde eine Fläche von rund 38 Quadratkilometern abgesucht – das entspricht etwa 5.300 Fußballfeldern. Die Suche konzentrierte sich auf die Lübecker Bucht, die Flensburger Förde und die Kieler Bucht. Dabei fanden die Teams 39 Stellnetzfragmente, elf Aalröhren-Leinen und eine Reuse.
Ministerin betont Bedeutung der Netze
„Jedes Netz, was im Wasser verloren geht, ist eins zu viel“, sagte Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) bei einer Pressekonferenz in Kiel. Allerdings seien bei dem Projekt etwas weniger Fischereinetze gefunden worden als zunächst vermutet. Zudem betonte sie: „Jeder Fischer und jede Fischerin hat ein Interesse, die Netze zu behalten und so wenig wie möglich zu verlieren – allein aus wirtschaftlichem Interesse.“
Bergung mit moderner Technik
Bislang wurden 41 der gefundenen Geräte geborgen. Zum Einsatz kamen eine Kombination aus Sonarkartierung, Taucheinsätzen und gezielter Bergung. Die Taucherinnen und Taucher überprüften insgesamt 185 Verdachtspunkte. Häufig handelte es sich dabei jedoch nicht um Fischereigeräte, sondern um Metallschrott, Holz-, Beton- oder Munitionsreste. Das Projekt fokussierte sich auf Gebiete mit traditionell hoher fischereilicher Aktivität.



