Die Waldbrandlage bei Bordeaux entspannt sich spürbar. 84.000 vorsorglich evakuierte Menschen an der französischen Atlantikküste dürfen in ihre Häuser zurückkehren. Die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, gab die Rückkehr für Bewohner von neun Orten frei. Insgesamt waren 224.000 Menschen in der Region evakuiert worden. Bereits am Dienstagabend konnten 60.000 Menschen in drei Gemeinden zurückkehren.
Regenfälle erleichtern Löscharbeiten
Regenfälle brachten am Morgen Erleichterung für die Feuerwehr. „Wir hoffen auf Regenschauer den ganzen Vormittag über“, sagte der regionale Feuerwehrkommandant Matthieu Jomain der Zeitung „Sud-Ouest“. „Die Bedingungen mit einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent am Vormittag sind ideal, damit wir unsere Nachlöscharbeiten und das Ablöschen verbliebener Glutnester effizient fortsetzen können.“ Auch die Feuerwehrleute an ihren Einsatzstützpunkten reagierten erfreut auf den Regen.
Weitere Maßnahmen und Vorsicht
Die Waldbrände sind noch nicht vollkommen unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgefordert, ihre Mobiltelefone für mögliche Anweisungen der Behörden eingeschaltet zu lassen und für eine erneute Evakuierung vorbereitet zu bleiben. Die seit Tagen gesperrte Autobahn A63 wird ab 14 Uhr wieder in beide Richtungen freigegeben, kündigte die Präfektin an.
Entwicklung der Brände
Jomain erklärte, die Lage entwickle sich positiv, aber man müsse weiterhin vorsichtig bleiben. „Die Nacht ist sehr ruhig verlaufen“, berichtete er. Die Brandfläche liegt weiterhin bei 42.000 Hektar, aber es wurden sechs neue Brandherde bekämpft. Nach Angaben der Präfektur wurden inzwischen 230 Feuerwehrleute bei ihrem Einsatz verletzt. Die 84.000 Menschen, die nun zurückkehren dürfen, sind Teil der insgesamt 224.000 Evakuierten der letzten Tage. Die Behörden bitten alle Rückkehrer, achtsam zu sein und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.



