Großbrand im Chiemgau: Bergwald an der Hochwand in Flammen
Bergwaldbrand in den Chiemgauer Alpen

In den Chiemgauer Alpen ist am Mittwochabend ein Waldbrand im Gipfelbereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand bei Unterwössen ausgebrochen. Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein bestätigte einen Großeinsatz im schwer zugänglichen Gelände auf rund 1.000 Metern Seehöhe. Am Donnerstagmorgen wurde die Bevölkerung vor der starken Rauchentwicklung gewarnt.

„Da werden die Menschen gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten und den Bereich um den Einsatzort zu meiden“, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes. Bereits bei der Alarmierung sei eine deutliche Rauchsäule im Gipfelbereich zu sehen gewesen. Die genaue Brandfläche und die Ursache des Feuers sind noch unklar, jedoch wurde nach aktuellem Stand niemand verletzt.

Ähnliche Bedingungen wie beim Saurüsselkopf-Brand

Der Sprecher betonte, dass die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Ausbruchs denen des Feuers am nicht weit entfernten Saurüsselkopf nahe Ruhpolding im Mai dieses Jahres ähnelten. Dort breitete sich der Brand massiv aus und war extrem schwer zu bekämpfen. Erst nach einem Monat konnte der Einsatz dort endgültig für beendet erklärt werden. Die Erfahrungen aus diesem Einsatz fließen nun in die aktuelle Brandbekämpfung ein.

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Das Feuer an der Hochwand hat sich in der ersten Nacht ebenfalls ausgeweitet. „Man hat gestern Abend und in den Nachtstunden begonnen, lange Schlauchstrecken aufzubauen und alle paar Meter sogenannte Kreisregner aufzubauen“, schilderte der Feuerwehrsprecher. „Das kann man sich vorstellen wie einen großen Gartensprinkler. Damit wird der Bereich, der nicht vom Brand betroffen ist, bewässert, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.“

Großeinsatz mit Hubschraubern und Pendelverkehr

Zur Unterstützung der Bodentruppen wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um die Wasserzufuhr zu den Sprinklern sicherzustellen. Zudem waren noch am Abend drei Löschhubschrauber im Einsatz. „An den Ursprungsbrand kommt man nicht mit Fahrzeugen hin“, erklärte der Sprecher. Eine unmittelbare Brandbekämpfung im Gipfelbereich mit bodengebundenen Kräften sei zunächst nicht möglich gewesen.

Insgesamt waren rund 200 Mitglieder der Feuerwehren, der Bergwacht, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. Die Behörden bitten die Bevölkerung, das Gebiet weiträumig zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.

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