Gottesanbeterin in Sachsen-Anhalt: Sichtungen erreichen neuen Rekord
Gottesanbeterin: Sichtungen in Sachsen-Anhalt auf Rekordhoch

Die Gottesanbeterin breitet sich in Sachsen-Anhalt immer weiter aus. Im Jahr 2025 wurde das Insekt fast 8.100 Mal gesichtet, wie das Landesamt für Umweltschutz (LAU) mitteilte. Damit wurde ein neuer Melderekord aufgestellt – zum wiederholten Mal. Bereits 2024 waren rund 5.400 Meldungen eingegangen, 2023 über 3.300 und 2021 knapp 400.

Ausbreitung in den Nordwesten

Gottesanbeterinnen, die zur Ordnung der Fangschrecken zählen, sind inzwischen in weiten Teilen des Landes anzutreffen. Neben stabilen Vorkommen im Süden und in der Mitte breitet sich die Art zunehmend auch im Norden und Nordwesten aus. Im Jahr 2025 gab es erstmals Hinweise bei Haldensleben, Klötze, Marienborn und in der Colbitz-Letzlinger Heide. Noch nicht verbreitet ist das Tier im Harz, im Nordharzvorland und in Teilen der nordwestlichen Altmark.

Erwartungen für 2026

Für den Sommer und Herbst 2026 erwartet LAU-Biologe Marcel Seyring eine weitere Ausbreitung, insbesondere in den Landkreisen Salzwedel, Börde und Harz. „Die Populationen wachsen und erschließen neue Gebiete“, so Seyring. Sichtungen können der Behörde über ein Meldeportal im Internet oder per E-Mail gemeldet werden.

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Schutzstatus und Umgang

Die Europäische Gottesanbeterin gehört zu den besonders geschützten Arten in Deutschland. Für Menschen ist sie harmlos: Sie ist nicht giftig, sticht und beißt nicht. Die Tiere sollten nicht eingefangen werden. Nur wenn sie sich in Wohnungen verirren, können sie vorsichtig wieder ins Freie gesetzt werden. Erstmals überhaupt gesichtet wurde eine Gottesanbeterin laut LAU 1991 in Magdeburg. Die erste stabile Population besteht seit 2004 am Geiseltalsee.

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