Grüne kritisieren MV-Klimaanpassungsstrategie: Geld fehlt
Grüne kritisieren MV-Klimastrategie: Kein Geld

Die von Umweltminister Till Backhaus (SPD) vorgelegte Klimaanpassungsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern stößt bei den Grünen auf Kritik. Die Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Claudia Müller, bemängelt das fehlende finanzielle Rückgrat des Papiers.

Grüne: Papier schützt nicht vor Hitze

„Dass Mecklenburg-Vorpommern endlich eine Klimaanpassungsstrategie hat, ist überfällig“, erklärte Müller. „Nur: Papier schützt niemanden bei 40 Grad Hitze.“ Sie fordert finanzielle Förderung für bauliche Maßnahmen sowie für Begrünung, Verschattung und Trinkwasserzugang. Ein eigenes Förderprogramm des Landes für die Kommunen fehle jedoch. „Hier muss Minister Backhaus dringend mehr liefern“, so Müller.

Besonders Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bräuchten jetzt bauliche Anpassungen. „Gerade Kinder, Kranke und Alte dürfen wir nicht schutzlos der Hitze aussetzen“, betonte die Politikerin.

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131 Seiten umfassende Strategie

Das Backhaus-Ministerium listet in der 131 Seiten dicken Klimaanpassungsstrategie zahlreiche Maßnahmen auf, um die Folgen der Erderwärmung im Nordosten abzumildern. Genannt werden 20 Handlungsfelder – vom beschleunigten Ausbau der Küstenschutzanlagen über die Sicherung der Trinkwasser-Ressourcen bis hin zu mehr Stadtgrün und dem Schutz historischer Parkanlagen vor Erosion und Wassermangel.

Die Kosten für die Klimaanpassung sollen laut Papier künftig in der Haushaltsplanung des Landes berücksichtigt werden. Die Grünen fordern jedoch bereits jetzt konkrete finanzielle Zusagen für die Kommunen, damit die Maßnahmen nicht nur auf dem Papier bestehen bleiben.

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