Brandenburger Imker warnt: Asiatische Hornisse bedroht Bienen
Imker warnt vor asiatischer Hornisse: Stichgefahr für Bienen

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) stellt eine ernste Bedrohung für heimische Honigbienen dar, warnt ein Brandenburger Imker. Im Gespräch mit einem Reporter betont er die Gefahr des Insekts, das sich zunehmend in Deutschland ausbreitet. „Wenn eine sticht, stechen alle“, so der Imker. Diese aggressive Verteidigungsstrategie macht die Hornisse besonders gefährlich für Bienen und Menschen.

Invasion aus Südeuropa

Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Südostasien, hat sich aber über Frankreich und Spanien in Europa ausgebreitet. Seit 2014 ist sie auch in Deutschland nachgewiesen, zuerst in Baden-Württemberg, nun vermehrt in Brandenburg. „Wir beobachten eine explosionsartige Zunahme“, erklärt der Imker. Die Hornisse ist etwa 2,5 Zentimeter groß und hat einen markanten gelben Hinterleib.

Besonders problematisch ist ihr Jagdverhalten. Anders als heimische Hornissen machen sie gezielt Jagd auf Honigbienen. Sie lauert vor den Bienenstöcken, fängt heimkehrende Sammlerinnen und verfüttert sie an ihre eigenen Larven. Ein einziger Hornissenstaat kann so ein ganzes Bienenvolk auslöschen.

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Tödliche Gefahr für Bienenvölker

Die Gefahr für die Bienenvölker ist enorm: „Die Hornissen reißen die Bienen in der Luft oder am Flugloch. Das kann innerhalb von Tagen zur Zerstörung eines Volkes führen“, warnt der Imker. Betroffen sind vor allem schwache Völker. Zudem übertragen die Hornissen Krankheiten auf die Bienen, was die Lage verschärft.

Bienen sind essenziell für die Bestäubung von Nutzpflanzen. Ein Rückgang hätte massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die biologische Vielfalt. Laut dem Landesverband Brandenburgischer Imker sind rund 80 Prozent der Nutzpflanzen auf Bienenbestäubung angewiesen.

Schutzmaßnahmen für Imker

Imker in Brandenburg ergreifen jetzt erste Schutzmaßnahmen. Dazu gehören spezielle Fallen, die nur die Hornissen fangen, sowie Netze vor den Bienenstöcken. „Wir müssen die Völker beobachten und frühzeitig eingreifen“, so der Imker. Die Behörden rufen zur Meldung von Sichtungen auf, um die Ausbreitung zu dokumentieren.

Bisher ist die Asiatische Hornisse vor allem im Süden Brandenburgs verbreitet, doch Experten rechnen mit einer weiteren Ausbreitung nach Norden. Der Klimawandel begünstigt zusätzlich die Ansiedlung, da wärmere Temperaturen die Überlebensbedingungen verbessern.

Warnung vor Stichen

Für Allergiker kann ein Stich der Asiatischen Hornisse lebensbedrohlich sein, da ihr Gift stärker ist als das der heimischen Hornisse. Auch bei Nichtallergikern kann ein Massenangriff gefährlich sein. Der Imker rät, Nester nicht selbst zu entfernen, sondern Fachleute zu alarmieren. „Wir müssen lernen, mit dieser Art zu leben, aber auch entschlossen gegen sie vorgehen“, fasst er zusammen.

Die Angriffe auf Bienen sind nicht nur ein Problem für Imker, sondern für die gesamte Ökosystemstabilität. Die Landesregierung plant daher, die Bekämpfung zu koordinieren und Forschungsprojekte zur Eindämmung zu fördern.

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