Der Juli 2026 war in Hamburg laut vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wärmer als im langjährigen Mittel. Die mittlere Temperatur lag bei 18,8 Grad Celsius und übertraf damit den Referenzwert der Jahre 1961 bis 1990 um 1,8 Grad. Obwohl Hamburg damit im bundesweiten Vergleich zu den kühleren Regionen zählte, fiel der Monat deutlich zu warm aus.
Sonnenstunden: Hamburg im unteren Drittel
Die Sonne zeigte sich in der Hansestadt an 210 Stunden. Lediglich Bremen verzeichnete mit noch weniger Sonnenschein einen niedrigeren Wert. Bundesweit erreichte die Sonnenscheindauer im Juli durchschnittlich rund 272 Stunden – ein ungewöhnlich hoher Wert. Die Abweichung vom Mittel der Referenzperiode betrug in Hamburg rund 15 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich, wobei die regionalen Unterschiede groß waren.
Deutlich weniger Niederschlag als normal
Mit nur 46 Litern pro Quadratmeter Regen fiel die Niederschlagsmenge in Hamburg deutlich geringer aus als das langjährige Mittel von 77 Litern pro Quadratmeter. Dies entspricht einer Unterschreitung um rund 40 Prozent. Die trockenen Bedingungen spiegeln sich auch in der Waldbrandgefahr wider, die in weiten Teilen Norddeutschlands erhöht blieb. Landwirte berichteten von ersten Trockenschäden auf leichten Böden.
Einordnung der Klimadaten
Die vom DWD verwendete Referenzperiode 1961–1990 dient als klimatologische Vergleichsbasis. Seitdem hat sich das Klima in Deutschland um etwa 1,5 Grad erwärmt, sodass ein Abweichung von +1,8 Grad gegenüber diesem alten Mittel als deutliches Signal des Klimawandels gewertet werden kann. Im Vergleich zur aktuelleren Referenzperiode 1991–2020 wäre die Abweichung geringer ausgefallen, jedoch bleibt der Juli 2026 überdurchschnittlich warm.
Auswirkungen auf Stadt und Umland
Die überdurchschnittlichen Temperaturen und die geringen Niederschläge führten zu einer frühzeitigen Trockenheit in den Hamburger Grünanlagen. Die Bewässerung öffentlicher Parks wurde intensiviert. Auch die Elbe führte weniger Wasser als üblich, was die Schifffahrt leicht beeinträchtigte. Für die kommenden Wochen erwartet der DWD eine Fortsetzung des warmen und trockenen Wettertrends, wenngleich lokale Gewitter nicht ausgeschlossen sind.



