Sachsen erlebt einen heißen Juliabschied mit reichlich Sonne und teils kräftigen Niederschlägen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zählte in einer vorläufigen Auswertung rund 246 Sonnenstunden – deutlich mehr als das Mittel der Referenzperiode von 1961 bis 1990 mit 210 Stunden. Bundesweit waren es sogar 272 Sonnenstunden, im Südwesten regional über 300. Damit lag Sachsen im Sonnenschein unter dem Bundesschnitt, aber über seinem eigenen Klimamittel.
Niederschlag: Zweitnassestes Bundesland
Während andere Regionen unter einer historischen Trockenheit litten, verfehlte Sachsen das Niederschlagssoll nur knapp. Mit rund 66 Litern pro Quadratmeter war es das zweitnasseste Bundesland. „Die Niederschläge verteilten sich dabei recht gleichmäßig über den Monat hinweg, wobei es insbesondere in den ersten Tagen, als bereits über ein Drittel des Gesamtniederschlags fiel, besonders nass war“, erklärten die Meteorologen. Diese frühen Regenfälle sorgten dafür, dass die Böden im Freistaat nicht austrockneten, anders als in vielen anderen Teilen Deutschlands.
Temperaturen: Heiße Tage und kühle Nächte
Im Flachland gab es 15 bis 20 Sommertage, an fünf bis zehn Tagen wurde die 30-Grad-Marke überschritten. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18,7 Grad – 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Allerdings verhinderten oft kühle Nächte ein noch höheres Temperaturmittel. Die Kombination aus Sonne, Regen und moderaten Höchstwerten machte den Juli für die Landwirtschaft in Sachsen insgesamt günstig, auch wenn lokale Unwetter für Schäden sorgten. Der DWD wertet die Daten noch detailliert aus, die endgültige Bilanz wird in den nächsten Wochen erwartet.



