Macron meldet Teilerfolg: Waldbrand bei Bordeaux unter Kontrolle
Macron meldet Teilerfolg bei Waldbrandbekämpfung

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen Teilerfolg im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände an der Atlantikküste vermeldet. Der kleinere der beiden Brände bei Bordeaux sei unter Kontrolle, sagte Macron am Abend beim Besuch der Einsatzleitung. Doch die Gefahr ist nicht gebannt: Eine neue Hitzewelle rollt auf die Region zu.

Teilerfolg bei Bordeaux

Während der größere der beiden Brände den Einsatzkräften weiterhin zu schaffen mache, sei der flächenmäßig kleinere Brand inzwischen unter Kontrolle, sagte Präsident Emmanuel Macron. „Wir werden diesen Kampf zum Schutz der Bevölkerung gewinnen“, so Macron und lobte „die bemerkenswerte Arbeit zum Schutz der Zivilbevölkerung“. Mehr als 2.500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1.500 Soldaten sind in der Region im Einsatz.

Internationale Hilfe

Unterstützung kommt nicht nur aus weiten Teilen Frankreichs, sondern auch aus dem Ausland. Aus Deutschland trafen am Montagnachmittag zwei Transporthubschrauber und ein Transportflugzeug A400M mit Material in der Krisenregion ein. Sie sollen die französischen Kräfte bei der Bekämpfung der Brände rund um Bordeaux unterstützen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. Der Einsatz ist zunächst auf fünf Tage begrenzt. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet.

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Evakuierungen und Schäden

Seit Mittwoch wurden mehr als 220.000 Menschen in der auch bei Deutschen beliebten Urlaubsregion an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, darunter viele Touristen. Das Feuer hat sich inzwischen auf bis zu 15 Kilometer der Großstadt Bordeaux genähert und rund 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört – das sind 420 Quadratkilometer, eine Fläche größer als Köln. Seit der Nacht zum Montag konnte die Feuerwehr eine weitere Ausbreitung verhindern, die Lage habe sich stabilisiert, hieß es.

Tourismus eingebrochen

Die von Waldbränden betroffene Tourismusregion um Bordeaux bangt um die Saison, nachdem die Regierung Urlauber aufgerufen hat, vorerst nicht anzureisen. „Das ist ein schwerer Schlag für einen Großteil des vorwiegend vom Tourismus geprägten Départements – der Tourismus ist komplett zum Erliegen gekommen, die Saison ist vorbei“, sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer der Gironde, Patrick Seguin, dem Sender BFMTV. Regierungssprecherin Maud Bregeon hatte am Montagmorgen gesagt: „Wir bitten die Französinnen und Franzosen eindringlich, sich nicht in die Gironde zu begeben, solange das Feuer noch nicht unter Kontrolle ist.“

Lage in Spanien

In Spanien zeichnet sich eine leichte Entspannung ab, die Behörden warnen jedoch vor verfrühter Entwarnung. Besonders betroffen bleiben die Provinz Ávila westlich von Madrid sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo, wo die Brände zusammen knapp 80.000 Hektar Wald- und Buschland verwüstet haben. Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung der Brände deutlich verlangsamt. Rund 90.000 Menschen waren zuletzt von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen. Die kommenden Stunden gelten als entscheidend, da der Wetterdienst Aemet ab Mittwoch eine neue Hitzewelle erwartet. Auch in der Provinz Castellón im Osten des Landes brennt es weiter; dort mussten rund 16.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

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