In Brandenburg herrscht derzeit an den meisten Flüssen Niedrigwasser. Wie das Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU) mitteilt, unterschreitet der Abflusswert an zahlreichen Messstellen die festgelegte Warnstufe. Besonders drastisch ist die Situation an der Nuthe in Potsdam, wo nur noch etwa 0,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen – weit unter dem kritischen Wert von 1,8 Kubikmetern.
Die Unterschreitung der Warnstufe hat direkte Auswirkungen auf das Ökosystem. Der sogenannte ökohydrologische Mindestabfluss beschreibt die Wassermenge, die benötigt wird, um bestimmten Fischarten und anderen Wasserorganismen gute Lebensbedingungen zu bieten. Hält die Trockenheit länger an, können diese Tiere in ihrer Existenz bedroht werden.
Aktuelle Messdaten aus Brandenburg
Die Daten des LfU zeigen, dass nicht nur die Nuthe betroffen ist. Auch an der Oder sind die Pegel so stark gesunken, dass die Güterschifffahrt teilweise eingestellt werden musste. Dies verdeutlicht die wirtschaftlichen Folgen der anhaltenden Trockenheit. In den vergangenen Jahren traten Niedrigwasser vor allem in den Sommermonaten auf, doch die aktuellen Ausmaße sind in einigen Regionen deutlich sichtbarer.
Hintergrund: Was bedeutet Niedrigwasser für die Umwelt?
Ein anhaltend niedriger Wasserstand kann die Wassertemperatur erhöhen und den Sauerstoffgehalt verringern, was zu Fischsterben führen kann. Zudem werden Schadstoffe weniger verdünnt, was die Wasserqualität beeinträchtigt. Das LfU betont, dass eine lang andauernde Unterschreitung der Mindestmenge eine ernste Gefahr für die aquatische Biodiversität darstellt.
Fazit: Trockenheit setzt Brandenburger Flüsse zu
Die aktuellen Niedrigwasserstände sind ein weiteres Zeichen für die zunehmende Trockenheit in Brandenburg. Die Behörden beobachten die Entwicklung mit Sorge, denn die Häufigkeit solcher Ereignisse könnte in Zukunft weiter zunehmen. Die Bürger sind aufgerufen, sparsam mit Wasser umzugehen.



