Potsdam rüstet sich für ein Wochenende mit Rekordhitze. Das Klinikum Ernst von Bergmann (EvB) und zahlreiche Pflegeheime der Stadt haben umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um auf die extremen Temperaturen vorbereitet zu sein. Die Verantwortlichen appellieren an die Bevölkerung, unnötige Risiken zu vermeiden.
Klinikum Ernst von Bergmann: Notaufnahme für Hitzewelle gerüstet
Das Klinikum Ernst von Bergmann erwartet am Wochenende eine Zunahme hitzebedingter Notfälle. „Die Abläufe in der Notaufnahme sind auf ein erhöhtes Patientenaufkommen abgestimmt, sodass eine sichere und zeitnahe Versorgung gewährleistet werden kann“, erklärt Bernhard Fleischer, leitender Oberarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums. „Sowohl personell als auch organisatorisch sind wir gut aufgestellt.“
Die Notaufnahme hat ihre Kapazitäten erweitert und zusätzliches Personal eingeteilt, um den erwarteten Ansturm bewältigen zu können. Besonders ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind bei extremer Hitze gefährdet. Das Klinikum rät, körperliche Anstrengungen in der Mittagshitze zu vermeiden, ausreichend zu trinken und auf Warnsignale des Körpers zu achten.
Pflegeheime in Potsdam: Fokus auf Raumtemperaturen und Hydration
Die Pflegeheime in Potsdam haben ihre Vorkehrungen ebenfalls verschärft. „Wir achten besonders auf die Raumtemperaturen und die Getränkeversorgung unserer Bewohner“, sagt eine Sprecherin des Evangelischen Diakonissenhauses. In vielen Einrichtungen wurden Ventilatoren und Klimageräte installiert, und das Pflegepersonal erinnert die Bewohner regelmäßig ans Trinken.
Die Stadtverwaltung hat zudem einen Hitzetelefon für Senioren eingerichtet, das bei Fragen und Notfällen rund um die Uhr erreichbar ist. „Wir wollen sicherstellen, dass niemand allein mit den gesundheitlichen Risiken der Hitze kämpfen muss“, betont ein Sprecher der Stadt Potsdam.
Wettervorhersage: Temperaturen bis 38 Grad erwartet
Der Deutsche Wetterdienst sagt für das Wochenende in Potsdam Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius voraus. Bereits am Freitag wurden 36 Grad gemessen. Die Hitzewelle wird voraussichtlich bis Montag anhalten, bevor eine Abkühlung eintritt. Die Behörden raten, die Mittagsstunden im Schatten zu verbringen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Das Klinikum Ernst von Bergmann und die Pflegeheime appellieren an die Bevölkerung, bei ersten Anzeichen von Hitzschlag oder Kreislaufproblemen sofort medizinische Hilfe zu suchen. „Vorbeugung ist der beste Schutz“, so Oberarzt Fleischer.



