Im südwestfranzösischen Badeort Biarritz ist am Mittwochabend ein etwa 2000 Kubikmeter großer Felsen von der Steilküste abgebrochen und ins Meer gestürzt. Dabei wurde eine Taucherin getötet, ein weiterer Taucher wird vermisst. Ein dritter Taucher überlebte unverletzt, erlitt aber einen Schock und wurde von Rettungskräften versorgt. Die Suche nach dem Vermissten wurde am Donnerstagmorgen fortgesetzt.
Unglück am Leuchtturm von Biarritz
Die Felsen unterhalb des Leuchtturms brachen überraschend ab und stürzten in die Nähe der drei Taucher. Der nahe gelegene Badestrand war zum Zeitpunkt des Unglücks von zahlreichen Menschen besucht. Ein 45-jähriger Zeuge, der mit seiner Tochter zum Stand-up-Paddeln gekommen war, berichtete: „Es war ohrenbetäubend. Wir hatten wirklich Angst, als wir gesehen haben, wie ein ganzer Abschnitt der Steilküste einstürzte.“ Beim Aufprall der Felsen im Meer habe es eine riesige Wasserfontäne gegeben.
Strand und Küste gesperrt
Die Stadtverwaltung von Biarritz sperrte das Gebiet um die Einsturzstelle für Taucher und Schiffe. Auch der Strand wurde vorläufig gesperrt. An der Steilküste in der Gegend von Biarritz hatte es bereits 2008 und 2018 größere Abbrüche gegeben. Der durch den Klimawandel beförderte Anstieg des Meeresspiegels verstärkt die natürliche Erosion, die zu Felsstürzen führen kann.



