Trinkwasserverbrauch in Augsburg steigt auf Rekordhoch
Trinkwasserverbrauch in Augsburg erreicht Rekordhoch

Die anhaltende Hitze in Augsburg hat den Trinkwasserverbrauch auf ein Rekordhoch getrieben. Nach Angaben der Stadtwerke Augsburg wurden am vergangenen Dienstag rund 58 Millionen Liter Trinkwasser verbraucht – so viel wie noch nie an einem einzigen Tag. Die Stadtwerke haben ihre Pumpen auf Hochtouren laufen, um die Versorgung sicherzustellen.

Rekordwert übertrifft bisherige Spitzenwerte

Der bisherige Höchstwert stammte aus dem Jahr 2019, als an einem heißen Sommertag rund 55 Millionen Liter verbraucht wurden. Der neue Rekord liegt also rund fünf Prozent darüber. „Die Menschen duschen häufiger, befüllen Pools und wässern ihre Gärten“, erklärt Pressesprecher Jürgen Fergg. „Das spüren wir deutlich in unserem Netz.“

Die Stadtwerke betonen, dass die Trinkwasserversorgung in Augsburg trotz der hohen Nachfrage stabil ist. „Unsere Brunnen und das Lech-Wasserwerk arbeiten zuverlässig“, so Fergg weiter. „Wir haben ausreichend Reserven, um auch die kommenden heißen Tage zu überstehen.“

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Appell an die Bevölkerung

Dennoch appellieren die Stadtwerke an die Bürger, verantwortungsvoll mit Wasser umzugehen. „Jeder kann dazu beitragen, dass das Netz nicht überlastet wird“, sagt Fergg. „Zum Beispiel sollte man den Rasen nicht in der prallen Mittagssonne wässern, sondern besser in den frühen Morgenstunden.“ Auch das Befüllen von Pools sollte nach Möglichkeit auf kühlere Zeiten verschoben werden.

Die Stadtwerke beobachten die Situation täglich und passen ihre Förderung an. „Wir haben unsere Pumpen bereits hochgefahren und fördern derzeit deutlich mehr Wasser als üblich“, berichtet Fergg. „Dennoch bitten wir alle Augsburgerinnen und Augsburger, das kostbare Gut nicht zu verschwenden.“

Langfristige Perspektive

Der Klimawandel wird die Hitzesommer in Zukunft häufiger machen. Die Stadtwerke haben daher bereits in den Ausbau der Infrastruktur investiert. „Wir modernisieren kontinuierlich unser Leitungsnetz und prüfen, ob zusätzliche Brunnen nötig sind“, erklärt Fergg. „Ziel ist es, die Versorgung auch in extremen Sommern zu sichern.“

Bereits jetzt liefern die Stadtwerke an normalen Tagen rund 40 Millionen Liter Trinkwasser in die Haushalte und Betriebe. An Hitzetagen steigt die Nachfrage um bis zu 50 Prozent. „Das ist eine enorme Herausforderung für unsere Technik“, so Fergg.

Die Stadtwerke raten zudem, auf das eigene Verhalten zu achten: „Ein voller Spülkasten verbraucht sechs bis neun Liter – das lässt sich leicht reduzieren, indem man eine Spartaste einbaut“, empfiehlt Fergg. Auch beim Zähneputzen sollte der Wasserhahn während des Einseifens zugedreht werden.

Hintergrund: Wasserversorgung in Augsburg

Augsburg wird überwiegend aus Grundwasser versorgt, das aus den Brunnen im Stadtgebiet und aus dem Lechfeld gefördert wird. Das Wasser ist von sehr guter Qualität und wird nur minimal aufbereitet. „Unser Trinkwasser ist ein Naturprodukt, das direkt aus der Region kommt“, sagt Fergg. „Das schätzen die Menschen – und das macht es so begehrt.“

Die Stadtwerke betreiben in Augsburg rund 30 Brunnen und mehrere Wasserwerke. Die Förderung wird zentral gesteuert und an den aktuellen Bedarf angepasst. Bei extremen Spitzenlasten können zusätzliche Reserven aktiviert werden.

Die aktuellen Verbrauchsdaten werden auf der Website der Stadtwerke veröffentlicht. Dort können sich Interessierte auch über aktuelle Hinweise zum Wassersparen informieren.

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