NRW und Hessen erleben trockensten Juli seit Messbeginn 1881
Trockenrekord: NRW und Hessen im Juli 2024

Gelbe Wiesen, sinkende Pegelstände: Die Folgen der Dürre sind besonders im Westen und Südwesten Deutschlands sichtbar. Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) verzeichneten Nordrhein-Westfalen und Hessen den trockensten Juli seit Beginn der Messgeschichte im Jahr 1881. Insgesamt zeigte sich in Deutschland ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer.

Trockenrekord in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen fiel im Juli 2024 durchschnittlich nur 18 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Damit wurde der bisherige Tiefstwert von 26 Litern aus dem Jahr 2018 deutlich unterboten. Dies entspricht lediglich 22 Prozent des klimatologischen Mittelwertes von 82 Litern pro Quadratmeter. Laut DWD war innerhalb des Bundeslandes ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle erkennbar: Während am Niederrhein oft weniger als 10 Liter Regen gemessen wurden, lagen die Werte in Ostwestfalen zwischen 25 und 40 Litern.

Hessen bricht ebenfalls Rekord

Auch in Hessen war der Juli der trockenste seit Messbeginn. Besonders in der Landesmitte nahm die Trockenheit historische Ausmaße an: Nach letzten Prognosen des DWD fielen dort nur etwa 14 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. In Baden-Württemberg waren es mit 34 Litern etwas mehr, jedoch immer noch deutlich zu wenig für eine ausreichende Wasserversorgung.

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Bundesweite Unterschiede im Juli

Deutschlandweit beobachtete der DWD ein ausgeprägtes Südwest-Nordost-Gefälle. Während der Westen unter extremer Trockenheit litt, gab es in Berlin mit 68 Litern pro Quadratmeter die höchste Niederschlagsmenge aller Bundesländer. Dies entspricht einer Steigerung um ein Viertel gegenüber dem Klimareferenzzeitraum von 54 Litern. In Brandenburg fielen mit 50 Litern etwas unterdurchschnittliche Werte. Schleswig-Holstein verzeichnete regelmäßige Regenfälle an mindestens jedem zweiten Tag, blieb mit 56 Litern jedoch hinter dem Referenzwert zurück.

Die anhaltende Trockenheit hat sichtbare Auswirkungen auf die Umwelt. In vielen Regionen sind die Wiesen vergilbt, und die Pegelstände des Rheins liegen nur minimal über dem historischen Tiefstwert. Der DWD warnt vor einer Verschärfung der Dürre, falls die Niederschläge auch in den kommenden Wochen ausbleiben.

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