England und Wales erleben trockensten Juli seit 1836
Trockenster Juli seit 1836 in England und Wales

Der Juli 2026 war in England und Wales der trockenste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1836. Das gab der britische Wetterdienst Met Office bekannt. Zugleich war es der sonnigste Kalendermonat in der Geschichte der beiden Regionen. Die anhaltende Trockenheit hat weitreichende Folgen: Rund 23 Millionen Menschen sind von Bewässerungsverboten betroffen, und in weiten Teilen des Landes wurde der Dürrezustand ausgerufen.

Rekordwerte beim Niederschlag

Nach vorläufigen Daten des Met Office fiel im Juli in England und Wales so wenig Regen wie nie zuvor seit 1836. In 19 englischen Grafschaften gab es praktisch keinen Niederschlag. Die Trockenheit wird durch starken Sonnenschein verstärkt, der ebenfalls einen Rekordwert erreichte. Der Wetterdienst betont, dass diese Kombination aus fehlendem Regen und extremer Sonneneinstrahlung die Böden austrocknen ließ und die Vegetation stark belastet.

Bewässerungsverbote für Millionen

Die Nachrichtenagentur PA berichtet, dass derzeit etwa 23 Millionen Menschen in England und Wales von Bewässerungsverboten betroffen sind. Grund sind die niedrigen Wasserstände in Flüssen und anderen Gewässern. Für ganz Wales sowie Teile Englands wurde der Dürrezustand ausgerufen. Dies bedeutet, dass die Behörden Maßnahmen zur Wassereinsparung ergreifen und die Bevölkerung zu sparsamem Umgang mit Wasser aufgerufen ist.

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Hitze und Brände prägen den Sommer

Der Sommer in Großbritannien war wie in vielen anderen Ländern Europas von extremen Hitzeperioden geprägt. Insgesamt erlebte das Vereinigte Königreich den zweitwärmsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen. Die anhaltende Trockenheit begünstigte zudem Wald- und Flächenbrände. In der vergangenen Woche brach im englischen Suffolk ein Feuer aus, das sich nach Angaben der örtlichen Feuerwehr auf etwa 150 Hektar ausbreitete. Inzwischen ist der Brand unter Kontrolle, wie die Feuerwehr mitteilte.

Europaweit steigende Brandgefahr

Auch in anderen europäischen Ländern wüten Feuer: In Spanien, Frankreich und sogar in Großbritannien haben Flammen Tausende Hektar Land zerstört. Auch in Deutschland brennt es vielerorts. Experten warnen, dass die Kombination aus anhaltender Dürre, hohen Temperaturen und starkem Wind die Brandgefahr weiter erhöht. Die Feuerwehr in Suffolk meldete, dass der Brand inzwischen unter Kontrolle sei, doch die Gefahr neuer Brände bleibt angesichts der Trockenheit hoch.

Auswirkungen auf Umwelt und Alltag

Die Trockenheit hat nicht nur Auswirkungen auf die Landwirtschaft, sondern auch auf die Natur und den Alltag der Menschen. Flüsse führen wenig Wasser, was die Trinkwasserversorgung gefährden kann. Auch die Tierwelt leidet unter den Bedingungen. Das Met Office erwartet, dass sich die Lage erst mit ergiebigen Regenfällen entspannen wird. Bis dahin bleiben die Bewässerungsverbote bestehen, und die Behörden appellieren an die Bevölkerung, Wasser zu sparen.

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