Tropen-Hitzewelle: Bis zu 39 Grad und Unwetter in Deutschland
Tropen-Hitzewelle: Bis zu 39 Grad und Unwetter

Deutschland steht vor einer tropischen Hitzewelle: Pünktlich zum Wochenstart am Montag, dem 3. August 2026, setzt eine mehrtägige Wärmephase ein, die weite Teile des Landes bis zu fünf Tage lang in Schwüle hüllt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Montag nahezu überall Temperaturen über 30 Grad – lediglich der äußerste Norden bleibt mit 26 Grad vergleichsweise mild. Die 40-Grad-Marke wackelt laut DWD, wird aber voraussichtlich nicht geknackt; die Höchstwerte liegen im Süden und Südwesten bei bis zu 37 Grad.

Besonders belastend ist die Kombination aus Hitze und extrem hoher Luftfeuchtigkeit. Während der Norden und Osten etwa drei Tage schwitzen, müssen die übrigen Regionen bis zu fünf Tage mit drückender Schwüle zurechtkommen. Dazu kommt eine bundesweit erhöhte Unwettergefahr, da sich die Energie in der Atmosphäre in teils heftigen Gewittern entladen kann.

Dienstag wird der Höhepunkt der Hitzewelle

Am Dienstag erreicht die Hitzewelle ihren vorläufigen Höhepunkt. Laut DWD steigen die Temperaturen in ganz Deutschland auf über 30 Grad. Besonders der Süden glüht mit 36 Grad, im Südwesten sind sogar bis zu 39 Grad möglich. Diese Werte liegen deutlich über dem langjährigen August-Mittel und erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit für den eigenen Körper.

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Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärte gegenüber BILD: „Diesmal bekommen wir Hitze und Unwetter im Doppelpack – schwüle Extremwärme mit Höhepunkt am Dienstag und Mittwoch, dazu täglich die Gefahr kräftiger Gewitter. Der große, flächendeckende Landregen, den die ausgedörrten Böden bräuchten, ist aber leider nicht dabei.“

Mittwoch bleibt unbeständig: Unwettergefahr weitet sich aus

Am Mittwoch schwächt sich die Hitze etwas ab: Die Temperaturen liegen dann bei 28 Grad im Norden, 34 Grad in der Mitte und 33 Grad im Süden. Dennoch bleibt die Lage angespannt – der DWD warnt erneut vor Unwettern am Nachmittag und Abend. Die Gewitterzellen bilden sich schnell und lokal, weshalb die genaue Vorhersage schwierig ist.

„Vormittags erleben wir strahlenden Sonnenschein, doch wenige Stunden später steht mancherorts ein Unwetter mit Starkregen vor der Tür. Wo genau die Zellen niedergehen, lässt sich seriös immer erst wenige Stunden vorher sagen – Gewitter sind kleinräumig und launisch“, sagte Jung weiter. Da die Böden durch die langanhaltende Trockenheit kaum Wasser aufnehmen können, drohen bei Starkregen überflutete Straßen und Keller.

Gesundheitsrisiko: Feuchte Hitze belastet den Kreislauf

Die hohe Luftfeuchtigkeit macht die Hitze für den menschlichen Körper besonders anstrengend. „Feuchte Hitze ist für den Körper deutlich anstrengender als trockene Hitze. Die gefühlte Temperatur liegt oft mehrere Grad über dem, was das Thermometer zeigt. Das führt zu Kreislaufbelastungen“, erklärt Wetterexperte Dominik Jung.

Klimatologe Dr. Karsten Brandt richtet den Blick vor allem auf den Süden und Südwesten: „Vor allem im Süden und Südwesten wird es heftig, denn das Klima ist schwül, klebrig, unangenehm. Fast tropisch. Extrem gefährlich für chronisch Kranke, alte Menschen und Kleinkinder.“ Er kritisiert auch die zu kurze Erholungsphase am Wochenende: „Die kleine Verschnaufpause mit Abkühlung am Wochenende war zu kurz, um sich von der Hitze effektiv zu erholen.“ Zudem würden die Gewitter während dieser Hitzewelle keine dauerhafte Abkühlung bringen.

Angesichts der extremen Bedingungen raten die Experten, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, körperliche Anstrengung in den heißen Stunden zu vermeiden und auf Warnungen des Deutschen Wetterdienstes zu achten. Besonders bei Aktivitäten im Freien sollten die Entwicklungen am Himmel genau beobachtet werden. Die Hitzewelle wird voraussichtlich bis in die zweite Wochenhälfte andauern, wobei die regionalen Unterschiede groß bleiben.

Insgesamt zeigt sich: Deutschland erlebt eine Wetterlage mit extremen Gegensätzen – tagsüber brütende Hitze, nachmittags potenzielle Unwetter. Der Deutsche Wetterdienst bleibt in erhöhter Alarmbereitschaft und wird vor weiteren Gewittern warnen.

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