Ein schwerer Wald- und Wiesenbrand im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz ist nach Angaben der Kreisverwaltung am Abend unter Kontrolle gebracht worden. Das Feuer, das auf rund zehn Hektar Fläche wütete, wurde nach bisherigen Erkenntnissen durch einen technischen Defekt an einem Rallyefahrzeug ausgelöst. Die Flammen hatten sich von einem brennenden Auto aus rasch im Gelände ausgebreitet.
Panzer und Hubschrauber im Löscheinsatz
Zur Brandbekämpfung setzte die Bundeswehr Panzer ein, die Schneisen in den Wald schlugen, um Brandabschnitte zu schaffen. Zudem kreisten Hubschrauber über dem Gebiet zwischen Reichenbach und Kronweiler, um die Lage aus der Luft zu beurteilen und Löschwasser abzuwerfen. „Stark drehende Winde erschwerten die Löscharbeiten erheblich“, teilte der Landkreis mit.
Ursache: Brennendes Auto bei nicht genehmigter Testfahrt
„Der Brand wurde nach gegenwärtigem Stand durch einen technischen Defekt an einem Rallyefahrzeug ausgelöst. Das Fahrzeug fuhr zu dem Zeitpunkt ohne Genehmigung auf einem Feldwirtschaftsweg der Ortsgemeinde Reichenbach“, so die Kreisverwaltung. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bernd Alsfasser (FWG), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, erklärte dem SWR, dass für das Gebiet zwar eine Testfahrt für eine anstehende Rallye in der Eifel-Mosel-Region angemeldet gewesen sei, die genauen Umstände aber noch geprüft werden.
220 Einsatzkräfte im Einsatz – Unterstützung auch von US-Streitkräften
Rund 220 Einsatzkräfte kämpften zeitweise gegen die Flammen. Sie wurden von den Feuerwehren der Bundeswehr und der US-Streitkräfte unterstützt, wie ein Sprecher der Leitstelle mitteilte. Die Integrierte Leitstelle Trier hatte zuvor eine Warnmeldung herausgegeben und die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet großräumig zu umfahren.
Stromleitung vorübergehend abgeschaltet – Versorgung gesichert
Durch das Einsatzgebiet verlaufen zwei überörtliche Stromleitungen. „Eine dieser Leitungen musste aufgrund des Brandgeschehens zeitweilig abgeschaltet werden. Die allgemeine Stromversorgung in der Region war davon jedoch nicht beeinträchtigt und blieb durchgehend sichergestellt“, hieß es vom Landkreis. Für die umliegenden Ortschaften bestehe keine Gefahr: Die Gemeinden Reichenbach, Kronweiler und das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach seien nicht bedroht.



