Die Waldbrandgefahr in Brandenburg hat sich erneut verschärft: In nahezu allen Landkreisen gilt aktuell die Gefahrenstufe 3 von 5, die eine mittlere Gefahr bedeutet. Das teilte das Umweltministerium mit. Nur im Landkreis Prignitz bleibt die Lage mit Stufe 2 weiterhin entspannt.
Nach Regen folgt wieder Trockenheit
Erst Ende vergangener Woche hatten Niederschläge für eine vorübergehende Entspannung gesorgt. Noch am Montag galt in den meisten Landkreisen lediglich die Gefahrenstufe 2. Nun zeigen die aktuellen Messwerte wieder einen Anstieg der Waldbrandgefahr. Die leichten Niederschläge der vergangenen Tage reichten offenbar nicht aus, um die Trockenheit in den Wäldern nachhaltig zu lindern.
Brandenburg gilt als Waldbrand-Hotspot
Brandenburg ist aufgrund ausgedehnter Kiefernwälder, geringer Niederschlagsmengen und leichter Sandböden bundesweit als Waldbrand-„Hotspot“ bekannt. Diese Faktoren begünstigen die Austrocknung des Bodens und der Vegetation, wodurch sich Brände schnell ausbreiten können. Die Gefahrenstufe 3 bedeutet, dass eine mittlere Gefahr besteht – ein Funke kann bereits ausreichen, um ein Feuer zu entfachen.
Warnstufen im Überblick
Das Brandenburgische Umweltministerium stuft die Waldbrandgefahr in fünf Stufen ein: von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). Aktuell sind fast alle Landkreise auf Stufe 3, nur die Prignitz bleibt bei Stufe 2. Die Behörden appellieren an Bevölkerung und Touristen, im Wald und in Waldnähe besondere Vorsicht walten zu lassen: kein offenes Feuer, keine weggeworfenen Zigaretten und keine heißen Katalysatoren auf trockenem Untergrund.
Die Lage kann sich je nach Wetterlage schnell ändern. Bei anhaltender Trockenheit und Wind ist ein weiterer Anstieg auf Stufe 4 nicht ausgeschlossen. Das Umweltministerium beobachtet die Entwicklung täglich und informiert die Öffentlichkeit über aktuelle Warnstufen.



