Rund 15.000 Menschen, die wegen der verheerenden Waldbrände bei Bordeaux ihre Häuser verlassen mussten, können nun zurückkehren. Die Präfektur des Departements Landes gab bekannt, dass der Brand im Gebiet um Biscarrosse unter Kontrolle sei. Damit ist die unmittelbare Gefahr für die dortigen Ortschaften gebannt. Im größeren Brandgebiet des Departements Gironde dehnte sich das Feuer in der Nacht nicht weiter aus – die Lage bleibt seit zwei Tagen stabil.
Neue Hitzewelle erschwert Löscharbeiten
Trotz der Stabilisierung bleibt die Situation angespannt. Die Präfektur in Bordeaux warnt vor einer neuen Hitzewelle, die einen deutlichen Temperaturanstieg und sinkende Luftfeuchtigkeit bringt. Dies könnte die Brände wieder anfachen. Daher bleiben die Einsatzkräfte in voller Bereitschaft. Sport- und Kulturveranstaltungen wurden im gesamten Departement vorläufig untersagt.
Internationale Hilfe und Schutzmaßnahmen
Im Einsatz sind 2.750 Feuerwehrleute aus ganz Frankreich sowie aus anderen europäischen Ländern. Dazu kommen 18 Löschflugzeuge, 1.500 Soldaten und 1.440 Polizeikräfte. Aus Deutschland trafen am Montagnachmittag zwei Transporthubschrauber und ein Transportflugzeug A400M mit Material ein. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet. Seit Mittwoch wurden insgesamt mehr als 220.000 Menschen aus der bei Deutschen beliebten Urlaubsregion in Sicherheit gebracht, darunter viele Touristen.
Zerstörung und Ausmaß
Das Feuer hat rund 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört – eine Fläche größer als Köln. Es näherte sich der Stadt Bordeaux auf bis zu 15 Kilometer. Die Behörden rechnen mit einer langwierigen Brandbekämpfung, insbesondere angesichts der Wetterprognosen. Die Kosten des Einsatzes und der Schäden sind noch nicht beziffert.



