Ein ungewöhnlich starker Wuchs der Wasserpest bereitet hessischen Wassersportvereinen in diesem Jahr große Probleme. Die Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) und die Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) wuchern an hessischen Gewässern und haben bereits zur Absage mehrerer Regatten geführt. Im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden wird nun ein Mähboot eingesetzt, um die Pflanzen zu bekämpfen.
Stärkster Bewuchs seit Jahren
Stefan Hausmann, Vorstandsmitglied beim Wassersport-Verein Schierstein, berichtet, dass Probleme mit diesen Wasserpflanzen zwar immer wieder auftreten, aber in diesem Jahr sei der Bewuchs so hoch wie nie zuvor und reiche weit in das Hafenbecken hinein. Dies beeinträchtige den Trainingsbetrieb erheblich. Mehrere Veranstaltungen mussten abgesagt werden, darunter Regatten mit Kanus, Drachenbooten und Segelbooten sowie ein Bootskorso.
Mähboot als vorübergehende Lösung
Der Einsatz des Mähbootes im Schiersteiner Hafen schafft zunächst Abhilfe, doch Katharina Albert aus der Abteilung Naturschutz des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie betont, dass dies nur eine vorübergehende Lösung sei. Die Wasserpest sei sehr dominant, überwuchere andere Pflanzen und verbreite sich vegetativ, etwa über Vögel, die Pflanzenteile an andere Orte tragen. „Man kriegt sie einfach schwer wieder raus“, sagt Albert.
Herausforderungen für die Vereine
Die Wassersportvereine stehen vor großen Herausforderungen. Die dichten Pflanzenbestände behindern nicht nur die Boote, sondern erschweren auch das Training und die Durchführung von Wettkämpfen. Die betroffenen Vereine hoffen auf langfristige Lösungen, um die Wasserpest nachhaltig zu bekämpfen.



