Wassersparen in Aichach-Friedberg: Das brachte der Aufruf
Wassersparen Aichach-Friedberg: Das brachte der Aufruf

Der Aufruf zum Wassersparen in Aichach-Friedberg hat offenbar Wirkung gezeigt: Der Wasserverbrauch in der Region ist in den vergangenen Wochen um rund acht Prozent gesunken. Das teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Die Behörde hatte den Appell gemeinsam mit den Kommunen gestartet, nachdem die Grundwasserstände bedenklich gesunken waren.

Hintergrund: Trockenheit und sinkende Grundwasserstände

Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Monate hatte die Wasserreserven in der Region stark beansprucht. Messstellen des Wasserwirtschaftsamts zeigten im Sommer teils historische Tiefststände. Um einer Verschärfung der Lage vorzubeugen, riefen Landratsamt und Städte die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den Wasserverbrauch zu reduzieren – etwa beim Gießen von Gärten, beim Befüllen von Pools oder beim Autowaschen.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. „Die Menschen haben verstanden, dass jeder Beitrag zählt.“ Die Einsparung von acht Prozent sei ein deutliches Signal, auch wenn der absolute Wert je nach Wetterlage schwanken könne.

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Zahlen und Fakten: So viel Wasser wurde gespart

Konkret bedeutet die Reduktion: In den Spitzenzeiten wurden täglich rund 1,5 Millionen Liter weniger Wasser aus dem Netz entnommen als in vergleichbaren Perioden der Vorjahre. Hochgerechnet auf den gesamten Zeitraum des Aufrufs summiert sich die Ersparnis auf mehrere Millionen Liter.

Die größten Einsparungen wurden im privaten Bereich erzielt. Aber auch Gewerbe und Landwirtschaft trugen ihren Teil bei. Einige Gemeinden berichteten, dass die Nachfrage nach Zisternen und Regenwassernutzungsanlagen spürbar gestiegen sei – ein Indiz dafür, dass das Bewusstsein für einen sparsamen Umgang mit der Ressource nachhaltig wächst.

Reaktionen und Ausblick

Oberbürgermeister und Bürgermeister der beteiligten Kommunen zeigten sich erleichtert. „Das zeigt, dass Aufklärung und gemeinsames Handeln etwas bewirken können“, betonte der Landrat in einer ersten Stellungnahme. Man werde die Entwicklung weiter beobachten und bei Bedarf erneut aktiv werden.

Das Landratsamt kündigte an, die Messdaten der Grundwasserstände weiterhin regelmäßig zu veröffentlichen. Sollten die Pegel wieder kritisch fallen, sei eine Verlängerung oder Verschärfung der Appelle möglich. Zunächst hofft man jedoch auf ergiebige Niederschläge in den kommenden Monaten.

Experten raten, die gewonnenen Gewohnheiten beizubehalten. Denn auch wenn die akute Phase überstanden scheint, bleibt Wasser eine kostbare Ressource – gerade in Zeiten des Klimawandels.

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