14-Jähriger fährt E-Roller unter Drogen und über Rot
14-Jähriger fährt E-Roller unter Drogen und über Rot

Ein 14 Jahre alter Jugendlicher ist in Nördlingen mit einem E-Roller unterwegs gewesen und hat dabei eine rote Ampel missachtet. Wie die Polizei mitteilt, stand der Junge unter dem Einfluss von Drogen. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv, eine Blutentnahme wurde angeordnet.

Der Vorfall ereignete sich im Bereich einer Ampelkreuzung in Nördlingen. Die Beamten bemerkten das Fehlverhalten und hielten den Jugendlichen an. Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise auf den Konsum von Betäubungsmitteln. Der 14-Jährige muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz verantworten. Auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Rotlichtverstoßes wurde eingeleitet.

E-Scooter sind seit 2019 in Deutschland offiziell zugelassen. Für die Fahrt ist ein Mindestalter von 14 Jahren erforderlich, einen Führerschein braucht es nicht. Jedoch gelten die gleichen Regeln wie für andere Fahrzeuge: Wer Alkohol oder Drogen konsumiert hat, darf nicht fahren. Die Polizei weist immer wieder darauf hin, dass die Fahrtüchtigkeit durch Substanzen erheblich eingeschränkt wird.

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E-Scooter und Drogen: Das sind die Konsequenzen

Wer mit mehr als 1,0 Nanogramm THC pro Milliliter Blut im Straßenverkehr erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von mindestens 500 Euro rechnen. Dazu kommen zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat. Da der 14-Jährige noch keine Fahrerlaubnis besitzt, kann die Fahrerlaubnisbehörde eine Sperre für den späteren Führerscheinerwerb verhängen.

Bei anderen Drogen wie Amphetaminen oder Kokain gelten strengere Regeln. Bereits das Fahren unter dem Einfluss dieser Substanzen kann als Straftat gewertet werden, wenn Ausfallerscheinungen vorliegen. Im Fall des 14-Jährigen wird die Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, welche Substanzen im Körper waren.

Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer

Die Missachtung einer roten Ampel ist kein Bagatelldelikt. Sie kann zu schweren Unfällen führen. Wer unter Drogen steht, reagiert langsamer und kann Entfernungen schlechter einschätzen. Der E-Scooter ist dabei nicht nur für den Fahrer gefährlich, sondern auch für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer.

Jüngere Fahrer sind oft weniger erfahren und überschätzen ihre Fähigkeiten. Hinzu kommt Gruppendruck, der zu riskantem Verhalten führen kann. Die Polizei appelliert an Eltern, das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen und auf die Risiken aufmerksam zu machen.

Was Eltern jetzt tun können

Anlässlich des Vorfalls in Nördlingen lohnt es sich, mit Jugendlichen über den Umgang mit E-Scootern zu sprechen. Dazu gehört nicht nur die Einhaltung der Verkehrsregeln, sondern auch der Verzicht auf Drogen. Eltern sollten klare Vereinbarungen treffen und gegebenenfalls die Nutzung von Leih-E-Scootern einschränken.

Ein offenes Ohr für die Sorgen und Erlebnisse der Jugendlichen ist ebenso wichtig. Wer versteht, warum Drogen im Straßenverkehr gefährlich sind, wird eher verantwortungsvoll handeln. Der Fall des 14-Jährigen zeigt, dass die Folgen weit über ein Bußgeld hinausgehen können.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Sobald die Ergebnisse der Blutprobe vorliegen, wird über das weitere Vorgehen entschieden. Der Jugendliche muss sich in jedem Fall auf ein Verfahren einstellen, das auch Auflagen wie ein Gespräch bei einer Beratungsstelle beinhalten kann.

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