182,50 Euro: Anwohnerparken in Rostock ab August am teuersten in MV
182,50 Euro: Anwohnerparken in Rostock am teuersten

Ab dem 1. August zahlen Anwohner in Rostock 182,50 Euro für den Jahresparkausweis – mehr als in jeder anderen Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Bisher kostete der Anwohnerparkschein in der Hansestadt nur 30,70 Euro im Jahr. Die Bürgerschaft hatte die drastische Erhöhung bereits im Januar aufgrund von Haushaltsproblemen der größten Stadt im Nordosten beschlossen, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Allerdings sei damals kein Datum für die Umsetzung festgelegt worden. Die Verwaltung gab den Starttermin erst drei Tage vor dem 1. August bekannt.

Rostock führt die Liste der teuersten Städte an

Bereits ausgestellte Bewohnerparkausweise gelten laut Stadtverwaltung weiter bis zum Ablaufdatum. Die neue Gebühr greife erst bei Verlängerung oder Neubeantragung. Rund 5.500 Anwohnerparkausweise gibt es aktuell in Rostock. Künftig könnten es noch mehr werden, denn die Stadt hat eine Ausweitung der Bewohnerparkzonen angekündigt. Mit dem Parkausweis können Anwohner in der ausgewiesenen Zone ihr Auto abstellen, ohne ein Ticket am Automaten zu ziehen – allerdings haben sie keine Garantie, tatsächlich einen Parkplatz zu finden.

Greifswald und Schwerin folgen auf den nächsten Plätzen

Auf Platz zwei im Ranking der teuersten Städte Mecklenburg-Vorpommerns beim Anwohnerparken liegt Greifswald mit 150 Euro pro Jahr. Die Landeshauptstadt Schwerin belegt den dritten Rang. Dort stieg die Gebühr in zwei Schritten, wie eine Stadtsprecherin erklärte: „Vom 1. Juli 2024 bis zum 31. Dezember 2024 waren es 60 Euro. Am 1. Januar 2025 sind die Gebühren für das Bewohnerparken auf 120 Euro gestiegen.“ Zuvor hatte der Ausweis in Schwerin ebenfalls 30,70 Euro gekostet.

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Die Hansestadt Stralsund verlangt laut ihrer Internetseite 105 Euro bei Online-Beantragung und 108 Euro, wenn der Anwohnerparkausweis direkt in der Behörde beantragt wird.

Günstigste Alternativen in Neubrandenburg und Wismar

Am günstigsten ist das Anwohnerparken in Neubrandenburg mit 31 Euro in den entsprechenden Zonen und in Wismar mit lediglich 30 Euro pro Jahr. Damit zahlen Bewohner dort nur etwa ein Sechstel dessen, was in Rostock fällig wird. Die Spannbreite der Gebühren zeigt, wie unterschiedlich die Städte im Land mit der Finanzierung des ruhenden Verkehrs umgehen.

Die drastische Erhöhung in Rostock ist Ausdruck der angespannten Haushaltslage der Stadt, die durch die gestiegenen Kosten und Mindereinnahmen belastet ist. Für viele Anwohner bedeutet die neue Gebühr eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung, insbesondere in den dicht besiedelten Parkzonen. Kritik an der kurzfristigen Bekanntgabe wurde laut, da die Betroffenen kaum Zeit hatten, sich auf die neuen Kosten einzustellen.

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