Die Autobahn 2 bei Hannover wird in den Sommerferien an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden voll gesperrt. Die Autobahn GmbH setzt dabei auf sogenannte Turbobaustellen, bei denen in 58 Stunden ohne Unterbrechung gearbeitet wird. Erneuert wird die Deckschicht aus offenporigem Asphalt auf einer Länge von insgesamt 5,8 Kilometern. Die Sperrungen betreffen die Fahrtrichtung Berlin zwischen dem Autobahndreieck Hannover-West und der Anschlussstelle Bothfeld.
Wann und wo gesperrt wird
Die erste Vollsperrung beginnt am Freitag, 31. Juli, um 19:00 Uhr und endet am Montag, 3. August, um 5:00 Uhr. In diesem Zeitraum wird der erste Bauabschnitt vom Parkplatz Godshorn bis zur Anschlussstelle Langenhagen saniert. Die Strecke ist rund 2,7 Kilometer lang. Die zweite Sperrung startet am Freitag, 7. August, ebenfalls um 19:00 Uhr und dauert bis Montag, 10. August, 5:00 Uhr. Dann wird der nahtlos anschließende Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Langenhagen und Bothfeld bearbeitet – eine Länge von etwa 3,1 Kilometern.
Umleitungsstrecken und Auswirkungen
Der Verkehr in Richtung Berlin wird während der Sperrungen weiträumig umgeleitet: Von der A2 über die Autobahn 352 bis zur Anschlussstelle Mellendorf und dann auf die A7 bis zum Kreuz Hannover-Ost. Die Autobahn GmbH empfiehlt, das Gebiet großräumig zu umfahren und unbedingt der ausgeschilderten Umleitung zu folgen. In der Gegenrichtung bleibt die A2 frei befahrbar.
Anwohner entlang der gesperrten Abschnitte sowie der Umleitungsstrecken sollten ihre Autofahrten an den Wochenenden möglichst einschränken. Wer zum Flughafen Hannover in Langenhagen möchte, muss auf der A352 mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus rechnen. Nach Angaben des ADAC zählt die A2, die von Oberhausen über Dortmund, Hannover und Magdeburg bis kurz vor Berlin führt, zu den staureichsten Autobahnen Deutschlands.
Hintergrund der Turbobaustelle
„Wir haben in den vergangenen Jahren bereits sehr gute Erfahrungen mit derartigen Turbomaßnahmen gemacht“, erklärte Holger Mees, Geschäftsbereichsleiter Bau der Autobahn GmbH in der Außenstelle Hannover. „Vor allem die kurze Bauzeit, die nur durch eine Vollsperrung möglich ist, hat sich bewährt. Die Alternative wäre eine wochenlange Baustelle.“ Dies würde laut Mees die Geduld der Autofahrer strapazieren und das Risiko von Staus und Unfällen erhöhen. Insgesamt werden an den beiden Wochenenden rund 90.000 Quadratmeter offenporiger Asphalt der Deckschicht erneuert.
Verkehrseinschränkungen im Vorfeld
Bereits vor den Sperrungen ist im Raum Hannover-Herrenhausen und am Dreieck Hannover-West mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, da die Verkehrssicherung aufgebaut wird. Die Autobahn GmbH bittet um Verständnis und rät, die ausgeschilderten Umleitungen strikt zu beachten. Die Sperrungen sind Teil einer Sanierungsstrategie, um die vielbefahrene Strecke möglichst schnell wieder freizugeben.



