Die Kreuzfahrtmarke Aida führt auf der „Aida Perla“ eine neue Regelung ein, um den Kampf um Liegen am Pool zu beenden. Bislang kam es auf dem Luxusliner mit Platz für rund 4.300 Passagiere immer wieder zu Streitereien um freie Liegen und Handtuchreservierungen.
Das neue System funktioniert mit Handtuchkarten: Jeder Passagier erhält zu Reisebeginn eine Karte, die er an Ausgabestellen gegen ein großes Poolhandtuch eintauschen kann. Die Reederei weist die Urlauber an, das Handtuch „stets von der Sonnenliege oder dem Strand wieder mit zur Kabine“ zu nehmen, um dauerhafte Belegungen durch herrenlose Handtücher zu verhindern.
Bei Verlust der Karte oder des Handtuchs droht eine Strafe von 20 Euro. Damit will Aida verhindern, dass Gäste sich mehrere Karten sichern oder Handtücher verloren gehen. Die Neuerung stößt bei Passagieren jedoch auf Kritik. Ein Gast schrieb in einem Online-Forum: „Ein Handtuch zum Abtrocknen und eines für die Liege ist schon nicht mehr drin. Der Luxus, mir mal eben ein Handtuch zu nehmen, geht verloren.“
Die Idee ist nicht neu: Konkurrent Tui führte Handtuchkarten bereits vor Jahren ein, um Konflikte zu reduzieren. Zudem leistet das System einen Beitrag zum Umweltschutz: Die Reinigung der Poolhandtücher konnte nach Einführung um 50 Prozent gesenkt werden.



