Ab dem 18. Juli bis Ende August müssen Bahnreisende im Norden mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die Deutsche Bahn führt umfangreiche Bauarbeiten durch, die zu Zugausfällen, Umleitungen und Ersatzverkehren im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr führen. Besonders stark betroffen sind der Knotenpunkt Hamburg sowie die Strecke zwischen Hamburg und Kiel.
Welche Strecken sind gesperrt und wann?
Die wichtigste Pendlerstrecke Hamburg–Kiel ist vom 18. Juli bis 15. August betroffen. Die Strecke bleibt grundsätzlich befahrbar, jedoch mit erheblichen Einschränkungen im Fernverkehr. Vom 18. Juli bis 20. August kommt es je nach Bauphase auf den Strecken Hamburg–Pinneberg, Hamburg–Elmshorn und Hamburg–Neumünster zu Sperrungen und Ausfällen der Regionalbahn. Innerhalb Hamburgs sind die Strecken zwischen Hauptbahnhof und Altona sowie die S-Bahn-Strecke Altona–Sternschanze vom 17. Juli bis 30. August vollständig gesperrt.
Fernverkehr: Massive Einschränkungen auf der Strecke Hamburg–Kiel
Vom 18. Juli bis 15. August verkehren statt acht nur noch zwei tägliche ICE-Zugpaare zwischen Kiel und Hamburg. Der ICE-Halt in Neumünster entfällt größtenteils. Am 20. und 21. Juli fährt gar kein ICE von Hamburg nach Kiel, am 19. und 22. Juli ist das Angebot stark eingeschränkt. Während der Bauarbeiten halten keine Fernzüge in Hamburg-Altona und Hamburg Dammtor. Einige ICE- und IC-Züge beginnen oder enden stattdessen in Harburg, Bergedorf oder Pinneberg. Auch Direktverbindungen nach Berlin, Dresden oder Prag entfallen oder erfordern zusätzliche Umstiege.
Regionalverkehr: RE7, RE70 und RE6 betroffen
Der RE7 (Hamburg–Kiel/Flensburg) endet und beginnt vom 19. Juli bis 12. August bereits in Pinneberg, von dort geht es mit der S-Bahn weiter. Der RE70 (Hamburg–Kiel) fällt zwischen dem 19. und 22. Juli, 1. und 12. August sowie am 16. August komplett zwischen Neumünster und Hamburg aus; Ersatzbusse fahren. Vom 23. bis 31. Juli endet die Linie ebenfalls in Pinneberg. Am 13. und 14. August fahren RE7 und RE70 nur bis Hamburg-Altona, der Hauptbahnhof ist nur mit der S-Bahn erreichbar. Der RE6 (Hamburg–Westerland/Sylt) ist bis Ende August von verkürzten Fahrten, Zugausfällen und Schienenersatzverkehr betroffen.
Nordbahn: RB60 fällt komplett aus
Die RB61 fährt zeitweise nur zwischen Itzehoe und Pinneberg, die RB71 nur zwischen Wrist und Elmshorn. Vom 22. Juli bis 12. August beginnen und enden beide Linien in Pinneberg. Die RB60 (Itzehoe–Hamburg-Altona) fällt vom 20. Juli bis 12. August vollständig aus. Für ausfallende Fahrten setzt die Nordbahn Ersatzbusse ein.
S-Bahn Hamburg: Strecke Hauptbahnhof–Altona gesperrt
Vom 17. Juli bis 30. August ist die Verbindungsstrecke zwischen Hauptbahnhof und Altona gesperrt. Zwischen Altona und Sternschanze fahren keine S-Bahnen, Ersatzbusse übernehmen den Verkehr. Sämtliche S-Bahnen aus und nach Bergedorf werden umgeleitet und fahren als S2 über Dammtor und enden an der Sternschanze. Die S5 wird während der Bauarbeiten durch den Citytunnel geführt. In den Hauptverkehrszeiten wird das Angebot auf einzelnen Linien verdichtet.
Wie kommen Reisende trotz Sperrungen ans Ziel?
Die Bahn richtet auf den betroffenen Strecken umfangreichen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Pinneberg wird während der Bauarbeiten zum zentralen Umsteigebahnhof. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein setzt dort zusätzliches Servicepersonal ein. Das S-Bahn-Angebot wird verstärkt: An Wochenenden fährt die S5 bis Pinneberg, zudem wird der Zehn-Minuten-Takt der S3 zwischen Elbgaustraße und Pinneberg verdichtet. Reisende sollten mehr Zeit einplanen und sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Fahrplanänderungen informieren.



