Erstmals seit 15 Jahren nehmen Deutschland und Syrien den direkten Flugverkehr wieder auf. Die Fluggesellschaft LEAV hat angekündigt, ab diesem Mittwoch zweimal wöchentlich Nonstop-Flüge von Düsseldorf nach Damaskus anzubieten. Grundlage ist ein Mitte Juli geschlossenes Luftverkehrsabkommen zwischen beiden Ländern, das den rechtlichen Rahmen für die Verbindungen neu schafft.
Hintergrund der Wiederaufnahme
Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 waren Direktflüge aufgrund der politischen und sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen nicht möglich. Nach dem Sturz von Baschar al-Assad stabilisierte sich die Lage allmählich. Über 1,6 Millionen Syrer kehrten laut Angaben in ihre Heimat zurück, was die Nachfrage nach Reiseverbindungen erhöhte. Das neue Luftverkehrsabkommen wurde Mitte Juli von deutschen Diplomaten bei einem Besuch in Syrien unterzeichnet und ist Teil des deutsch-syrischen Aktionsplans, der beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa im März in Berlin vereinbart wurde.
Details zum Flugangebot
LEAV setzt auf der Strecke Düsseldorf–Damaskus Maschinen vom Typ Airbus A320-200 ein. Die Flüge richten sich insbesondere an die syrische Community in Deutschland sowie an Geschäftsreisende. „Nach fast 15 Jahren ohne direkte Verbindung freuen wir uns sehr, gemeinsam mit den deutschen und syrischen Behörden diesen Nonstop-Flug nach Damaskus möglich gemacht zu haben“, erklärte LEAV-Aviation-Chef Daniel Broda.
Sicherheitshinweise und Reisebedingungen
Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor Reisen nach Syrien. LEAV empfiehlt allen Passagieren, sich vor Buchung und Abreise über die aktuellen, verbindlichen Hinweise des Auswärtigen Amts sowie der zuständigen syrischen Auslandsvertretung zu informieren. Zudem sollten Reisende auf ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten. Die Wiederaufnahme des kommerziellen Flugverkehrs ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes ein Baustein in der Umsetzung des deutsch-syrischen Aktionsplans.



