Die Mindelheimer Feuerwehr hat an der Maria-Ward-Realschule eine Großübung abgehalten, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Rund 40 Einsatzkräfte probten dabei die Rettung von Personen aus dem dritten Obergeschoss des Schulgebäudes. Die Übung war Teil der regelmäßigen Ausbildung der Wehr und diente dazu, die Abläufe unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
Realistische Bedingungen für die Einsatzkräfte
Die Übung begann am frühen Abend, als die Einsatzkräfte mit mehreren Fahrzeugen an der Schule eintrafen. Angenommen wurde ein Brand im dritten Stock, bei dem mehrere Personen eingeschlossen waren. Die Feuerwehrleute mussten unter Atemschutz vorgehen und die Verletzten über die Drehleiter sowie über das Treppenhaus retten. „Wir wollten die Abläufe trainieren, die bei einem echten Einsatz in einem Schulgebäude nötig sind“, erklärte der Übungsleiter. Besonders wichtig sei die Koordination zwischen den Trupps im Innenangriff und der Drehleiter-Mannschaft.
Die Maria-Ward-Realschule bot sich für die Übung an, da sie ein mehrstöckiges Gebäude mit vielen Räumen und Fluren ist. Die Einsatzkräfte mussten sich zunächst einen Überblick verschaffen, die Lage erkunden und dann gezielt die Personenrettung einleiten. Dabei kamen auch Wärmebildkameras zum Einsatz, um die vermissten Personen schneller zu finden. Die Übung dauerte insgesamt etwa zwei Stunden.
Zusammenarbeit mit der Schulleitung
Die Schulleitung hatte die Übung im Vorfeld genehmigt und die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. „Wir sind dankbar, dass die Feuerwehr bei uns üben kann. Das erhöht die Sicherheit für unsere Schülerinnen und Schüler“, sagte die Schulleiterin. Die Übung wurde so gelegt, dass der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt wurde. Die Einsatzkräfte konnten alle relevanten Bereiche des Gebäudes nutzen, darunter Klassenzimmer, Flure und das Treppenhaus.
Neben der Personenrettung stand auch die Wasserversorgung im Fokus. Die Feuerwehr musste eine lange Schlauchleitung vom Hydranten bis zum Gebäude aufbauen, um die Einsatzkräfte im Inneren mit Löschwasser zu versorgen. Dabei zeigte sich, dass die Entfernungen an der Schule größer sind als bei vielen anderen Übungsobjekten. „Das war eine gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit im Team zu festigen“, so der Übungsleiter weiter.
Training für den Ernstfall ist unerlässlich
Regelmäßige Übungen sind für die Feuerwehr unerlässlich, um im Ernstfall schnell und sicher handeln zu können. Die Mindelheimer Wehr verfügt über eine Drehleiter, die bei der Rettung aus oberen Stockwerken zum Einsatz kommt. Bei der Übung an der Realschule wurde die Drehleiter bis in den dritten Stock ausgefahren, um die Personen zu retten. Gleichzeitig übten die Atemschutzträger den Innenangriff, um den Brandherd zu finden und zu löschen.
Die Feuerwehr Mindelheim ist für Einsätze in der gesamten Stadt und den umliegenden Gemeinden zuständig. Die Übung an der Maria-Ward-Realschule war eine von mehreren, die im Jahr stattfinden. Ziel ist es, die Abläufe zu optimieren und die Einsatzkräfte mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Die Übung wurde von der Feuerwehr als erfolgreich bewertet, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gruppen habe gut funktioniert.
Positive Bilanz der Übung
Am Ende der Übung zog der Übungsleiter eine positive Bilanz: „Die Abläufe haben gut funktioniert, die Kommunikation zwischen den Trupps war klar und die Rettung der Personen konnte zügig durchgeführt werden.“ Die Feuerwehr dankte der Schule für die Möglichkeit, die Räumlichkeiten nutzen zu können. Auch die Schulleitung zeigte sich zufrieden und betonte die Bedeutung solcher Übungen für die Sicherheit der Schüler.
Die Übung war auch für die jüngeren Feuerwehrleute eine wertvolle Erfahrung, da sie unter realistischen Bedingungen arbeiten konnten. Die Mindelheimer Feuerwehr wird auch in Zukunft weitere Übungen an öffentlichen Gebäuden durchführen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.



