Ein kurioser Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag an Bord des ICE 2075 auf der Strecke von Westerland (Sylt) nach Berlin. Der Zugchef stoppte den Zug außerplanmäßig in Hamburg-Bergedorf, um Toilettenpapier zu kaufen, das an Bord ausgegangen war. Der ICE kam mit rund 45 Minuten Verspätung in Berlin an, wovon ein Teil auf diesen ungewöhnlichen Einkauf zurückgeht.
Pragmatische Lösung für einen Notfall
Laut einem auf Instagram veröffentlichten Video verließ der Zugchef den ICE, sprintete zu einem nahe gelegenen Supermarkt und kehrte mit drei Packungen Toilettenpapier zurück. Die Deutsche Bahn bestätigte den Vorfall auf Anfrage. Eine Sprecherin erklärte, der Engpass sei auf einen kurzfristigen Personalausfall zurückzuführen, wodurch die Vorräte nicht rechtzeitig überprüft worden seien. Die Bahn plane, künftig häufiger stichprobenartig die Toilettenpapierbestände zu kontrollieren.
Verspätung und Folgen
Der ICE 2075, der in Westerland auf Sylt gestartet war und in Berlin-Gesundbrunnen endete, hatte bei seiner Ankunft rund 45 Minuten Verspätung. Ein Teil dieser Verzögerung ist auf den Zwischenstopp in Hamburg-Bergedorf zurückzuführen. Die Bahn äußerte sich nicht dazu, ob der Zugchef disziplinarische Konsequenzen zu erwarten hat. Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Fall, bei dem ein Fahrgast in einem anderen ICE den Notruf wählte, weil das Toilettenpapier fehlte.
Reaktionen und Konsequenzen
In den sozialen Medien stieß die Aktion des Zugchefs auf gemischte Reaktionen. Während einige Nutzer den Pragmatismus lobten, kritisierten andere die mangelnde Vorbereitung der Bahn. Die Bahnsprecherin betonte, dass man aus dem Vorfall lernen und die Kontrollen der Bordvorräte verbessern wolle. Ob es weitere Maßnahmen geben wird, ließ sie offen.



